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Bundespräsident Alain Berset war am Vortag des 1. August in der Freiburger Region Schwarzsee mit rund 120 Personen auf einer Wanderung.

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Bundespräsident Alain Berset und noch vier weitere Regierungsmitglieder haben bereits am Vortag des Bundesfeiertages erste Auftritte am Rednerpult absolviert. Berset war mit über 100 Personen auf eine Alp in der Freiburger Schwarzsee-Region gewandert.

In seiner vorgezogenen 1. August-Rede lobt Berset laut Redetext die Wirkungskraft von Kompromissen - auch von jenen in der Schweiz. Gute Kompromisse seien grösser als der kleinste gemeinsame Nenner, sagte er. Und daraus entstünden oft nachhaltige Lösungen.

"Zeiten der Polarisierung"

"Wir leben heute in Zeiten der Polarisierung", fuhr Berset fort. Umso mehr müsse die Schweiz die Kompromissfähigkeit erhalten. Diese sei ein Zeichen der Stärke und erfordere Weitsicht, Mut und Selbstsicherheit.

Mit der Altersvorsorge und dem Gesundheitswesen schlug Berset den Bogen zu aktuellen politischen Diskussionen. Gerade hier seien solche Lösungen gefragt, sagte er. Alle stünden in der Verantwortung, gute Kompromisse zu finden.

Berset hatte seinen Auftritt während einer Wanderung mit rund 120 Personen auf der Alp Oberer Euschels im Kanton Freiburg. In einer Hütte hätten die Ausflügler Joghurt und Käse probieren können, sagte Bersets Sprecher zur Agentur Keystone-SDA. Zudem habe es ein Akkordeon-Konzert gegeben. Am Abend nahm Berset in seinem Wohnort Belfaux an der Feier zum Nationalfeiertag teil.

Schneider-Ammann mied "rote Linien"

In Luzern begrüssten mehrere hundert Personen unter dem ausladenden Dach des KKL Festredner Johann Schneider-Ammann. "Ich rede nicht über rote Linien", sagte der Wirtschaftsminister zu Beginn seiner Ansprache.

Die Schweiz bezeichnete er als viel bewundertes kleines Paradies. Der Tourismus sei für die Schweiz und für Luzern sehr wichtig, sagte er. Die Schweiz könne nie genug Touristen haben, sagte der Wirtschaftsminister. Nach der Rückkehr in ihre Heimat seien die Touristen Botschafter für die Schweiz. Schneider-Ammann nahm neben der Feier in Luzern noch an einem Anlass in Emmetten NW teil.

Cassis: Italianità in Rorschach

Der Tessiner Bundesrat Ignazio Cassis sprach in Rorschach SG über die Integration der italienischen Gastarbeiter in den 1960er Jahren. "In Scharen" seien Italiener in die Schweiz geholt worden, weil damals ein akuter Arbeitskräftemangel herrschte.

Arbeit gefunden hätten sie vor allem in der Feldmühle in Rorschach, "in der grössten Stickereifabrik der Welt", sagte Cassis laut Redetext. Die Gastarbeiter hätten die Italianità in die Schweiz gebracht - und diese sei ein Stück Schweizer Geschichte.

Trotz Überfremdungsängsten habe die Integration funktioniert. Am Schluss seien alle - und insbesondere die Deutschschweizer und Romands - ein Stück weit Italiener geworden, sagte Cassis, insbesondere wenn man die Essvorlieben der Schweizerinnen und Schweizer betrachte.

"Eine Art Wettbewerb"

Mit der Heimat befasste sich Justizmininsterin Simonetta Sommaruga in ihrer Rede in Muttenz BL. Aber nicht nur über die Schweiz als Heimat sprach sie, sondern vor allem darüber, wie in Europa mit Heimatlosen umgegangen wird.

"Mir scheint, rings um unser Land hat eine Art Wettbewerb eingesetzt", sagte sie gemäss Redetext. Es erscheine ihr wie ein Ringen darum, wer sich noch abweisender über Flüchtlinge äussere und wer noch härtere Massnahmen vorschlage, um Menschen daran zu hindern, nach Europa zu gelangen.

Dabei seien von den 68 Millionen Menschen, die derzeit auf der Flucht seien, fünf von sechs nicht in Europa, hielt Sommaruga fest. Im Bundesasylzentrum in Muttenz etwa habe die Bevölkerung es zugelassen, dass Flüchtlinge zum Teil ihres Städtchens geworden seien. Sie würden ihnen eine Heimat geben, auch wenn es nur eine vorübergehende sei.

Freiwilliges Engagement

Guy Parmelin verriet dem Publikum in Langrickenbach TG, dass er von einem Land träume, dessen Zukunft weiterhin vom freiwilligen Engagement lebe. Armbrust und Hellebarde zog er als Symbole hinzu.

Beide passten zur heutigen Zeit und zur Schweiz, sagte Parmelin gemäss Redetext. Die Armbrust stehe für Schweizer Qualität, Zuverlässigkeit und Präzision. Dieses Symbol müsse geschützt werden. Deswegen brauche es auch eine Schweiz der Hellebarden, der Hellebarde als Schutzwaffe.

Die heutige Welt sei eine unsichere, fuhrt der Verteidigungsminister fort. Trotzdem gebe es Menschen die glaubten, dass Sicherheit nicht wichtig sei. "Sie sagen, dass Sicherheitsmassnahmen unsere Freiheit behindern. Besonders dann, wenn die Freiheit mit Waffen gesichert werden muss."

Bundesrätin Doris Leuthard und Bundeskanzler Walter Thurnherr hatten Auftritte erst am 1. August geplant. Und Bundesrat Ueli Maurer weilt im Ausland und nimmt an keiner Veranstaltung teil - auch am 1. August nicht.

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