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Ein junges Totenkopfäffchen klammert sich im Zoo Basel auf dem Rücken seiner Mutter fest.

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

(sda-ats)

Im Zoo Basel sind fünf Totenkopfäffchen zur Welt gekommen. Sie verbringen noch viel Zeit auf dem Rücken ihrer Mütter.

Die fünf Totenkopfäffchen wurden zwischen Mitte Juni und Mitte Juli geboren, wie Zoo-Kurator Adrian Baumeyer am Mittwoch vor den Medien sagte. Ob es Weibchen oder Männchen sind, ist noch unklar. Bei der Kleinaffenart sei das Geschlecht von Jungtieren schwierig zu erkennen.

Totenkopfäffchen, auch Saimiris genannt, leben in Weibchen-Gruppen, die aus Müttern und Töchtern bestehen. Die Männchen leben etwas abseits in "Bachelor-Gruppen", wie Baumeyer weiter sagte. Sie sind den Weibchen unterlegen.

In der Paarungszeit nehmen Männchen zunächst bis zu einem Drittel an Gewicht zu, bevor sie sich zu den Weibchen wagen. Anders als bei den meisten anderen Affenarten werden die Weibchen nur innerhalb einer kurzen Zeitspanne von rund zwei Monaten trächtig.

Im Zoo Basel leben derzeit zwei getrennte Weibchen-Gruppen von insgesamt 28 Tieren sowie ein elfjähriges Männchen. Dieses kam 2014 nach Basel. Spätestens kommendes Jahr muss dieser Affe den "Zolli" wieder verlassen, da seine Töchter geschlechtsreif werden. Der Zoo Basel, der auch das europäische Zuchtbuch führt, sucht derzeit einen Platz für ihn.

Grosses Gehirn

Ausgetauscht werden die Männchen in den Zoos anhand des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) alle drei bis vier Jahre. In etwa der Hälfte der europäischen Zoos, die Saimiris halten, gibt es zudem reine Männchen-Gruppen. Im Zoo Basel sind schon weit über hundert Totenkopfäffchen auf die Welt gekommen.

Junge Totenkopfäffchen bleiben etwa sechs Monate bei ihrer Mutter, bevor sie nach und nach selbstständig werden. Saimiris sind hervorragende Jäger, die sich neben Früchten auch von Insekten, Spinnen, Schnecken sowie zwischendurch kleinen Nagetieren oder Echsen ernähren.

In der Natur leben Totenkopfäffchen in den mittleren Baumetagen des südamerikanischen Regenwaldes. Um sich dort schnell bewegen zu können, haben sie gemäss Baumeyer von allen Affenarten das grösste Gehirn im Vergleich zur ihrer Körpergrösse.

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SDA-ATS