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Bei einem verheerenden Brand in einem Pariser Wohnhaus sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 50 Personen wurden nach einer vorläufigen Bilanz der Rettungskräfte verletzt, sechs von ihnen schwer.

Das Unglück gilt als eine der schlimmsten Brandkatastrophen seit Jahren in der französischen Hauptstadt. Mehrere Hausbewohner sprangen noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr aus den Fenstern und stürzten auf den harten Beton.

Drei Frauen und ein Mann starben, als sie sich mit einem Sprung aus dem Fenster vor den Flammen zu retten versuchten. Von Mitbewohnern eilig herbeigeschaffte Matratzen konnten sie nicht retten. Ein weiterer Bewohner verbrannte im Treppenhaus.

Die Ursache des Brandes im Pariser Stadtteil Ménilmontant war zunächst völlig unklar. Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer um kurz nach 3.00 Uhr im Treppenhaus aus und überraschte die Bewohner im Schlaf.

Zu den vielen Opfern sei es wahrscheinlich gekommen, weil das Treppenhaus aus Holz und sehr eng war, sagte Bezirksbürgermeisterin Frédérique Calandra. Zudem sei eine Überbelegung von Wohnungen typisch für das 20. Arrondissement im Osten der Hauptstadt.

300 Rettungskräfte im Einsatz

In dem betroffenen Haus waren nach ersten Erkenntnissen neben Appartements auch Künstlerateliers. Das Gebäude soll einfach, aber nicht marode gewesen sein. "Die Polizei wird die Brandursache genau untersuchen", sagte Bürgermeisterin Calandra.

Rund 300 Rettungskräfte kämpften bis zum frühen Morgen gegen die Flammen und versuchten, ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Gegen 5.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Unter den Verletzten sind auch sechs Kinder und ein Feuerwehrmann, der bei den Löscharbeiten einen Stromschlag erlitt.

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SDA-ATS