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In der Stadt Luzern ist am Sonntag im ersten Wahlgang noch kein Stadtpräsident gewählt worden. Beste Chancen, Nachfolger des zurücktretenden parteilosen Stadtpräsidenten Urs W. Studer zu werden, hat Finanzdirektor Stefan Roth (CVP).

Roth kam mit 8624 Stimmen nahe an das absoluten Mehr von 9380 Stimmen. Er holte damit mehr als doppelt so viele Stimmen wie die anderen Kandidaten. Roth stammt aus Littau, das erst seit 2010 zur Stadt gehört.

Deutlich zurück blieben Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer (SP), alt Kantonsratspräsident Adrian Borgula (Grüne) und Manuela Jost (glp). Die FDP - bis zur Wahl Studers 1996 war das Stadtpräsidium ihre Domäne - und die SVP kandidierten nicht für das Amt.

Im Stadtrat (Regierung) wurden vier der fünf Sitze besetzt. Im Amt bestätigt wurden die beiden Bisherigen, Stefan Roth (CVP) und Ursula Stämmer (SP). Auf Anhieb neu gewählt wurden NZZ-Redaktor Martin Merki (FDP) und Adrian Borgula (Grüne).

Fünfter Sitz umkämpft

Damit konnten die bisherigen Regierungsparteien CVP, FDP, SP und Grüne ihre Mandate verteidigen. Offen ist, welche Partei den Sitz des parteilosen Urs W. Studer erben kann.

Die Nichtgewählten blieben mehr als 2000 Stimmen unter dem absoluten Mehr von rund 9500 Stimmen. Die Rangliste führen Beat Züsli (SP) und, mit einem Abstand von weiteren fast 1000 Stimmen, Manuela Jost (glp) an.

Einen Rückschlag musste die SVP hinnehmen, die in die Regierung einziehen und dort eine bürgerliche Mehrheit schaffen wollte. Ihr Kandidat Rolf Hermetschweiler landete auf dem achten Platz, noch deutlich hinter Adelino Antonio De Sa (Juso).

SP grösste Partei im Stadtparlament

Bei den Wahlen in den Grossen Stadtrat verloren CVP und Grüne je ein Mandat an SP und glp. Die parteipolitischen Gewichte blieben somit praktisch unverändert.

Grösste Partei ist die SP mit 11 Sitzen. CVP und FDP haben je 9 Mandate, die SVP 7, die Grünen 6, die glp 4. Je einen Sitz haben weiterhin Junge Grüne und Juso.

SVP verliert in Agglo-Parlamenten

Gewählt wurde auch in anderen Luzerner Gemeinden. In den grossen Vororten Emmen, Kriens und Meggen sind für die Besetzung der Gemeindepräsidien zweite Wahlgänge nötig.

Neben der Stadt haben auch die Agglomerationsgemeinden Emmen, Horw und Kriens ein Parlament gewählt. Verliererin war in allen drei Gemeinden die SVP. Siegerin war die GLP, die neu auch in den Parlamenten von Kriens und Emmen Einsitz nimmt.

SDA-ATS