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Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen eine weitere Abschwächung der Weltwirtschaft mit einem Reformschub verhindern. Darauf verständigten sich die G20-Finanzminister und -Notenbankchefs am Samstag in Shanghai.

"Schnellere Fortschritte bei Strukturreformen sollten mittelfristig das potenzielle Wachstum stärken und unsere Volkswirtschaften innovativer, flexibler und widerstandsfähiger machen", heisst es in der G20-Erklärung. Einem Währungskrieg und Abwertungswettlauf erteilen die G20 eine Absage. Vereinbart wurde eine enge Abstimmung in der Wechselkurs-Politik.

Die Top-Mächte sehen die globale Wirtschaft zwar weiter auf Wachstumskurs. Sie verwiesen nach ihren zweitägigen Beratungen aber darauf, dass der Aufschwung ungleichmässig sei und hinter dem angestrebten Ziel eines nachhaltigen und ausgewogenen Wachstums zurück bleibe.

Die Abwärtsrisiken und die Anfälligkeiten für die Weltwirtschaft nähmen zu. Verwiesen wird in der G20-Erklärung auf volatile Kapitalflüsse, die stark fallenden Rohstoffpreise sowie die eskalierenden geopolitischen Konflikte.

Eng abstimmen über Devisenmärkte

Als Risiken genannt werden aber auch der Schock eines möglichen EU-Austritts Grossbritanniens sowie eine grosse und steigende Flüchtlingszuwanderung in einigen Regionen. Es gebe zudem wachsende Befürchtungen, dass die Vorhersagen für das globale Wirtschaftswachstum nochmals nach unten korrigiert werden.

Die G20 bekräftigten ihre Absage an Währungsabwertungen als Mittel, um sich im Wettbewerb auf den Weltmärkten Vorteile zu verschaffen. Mit einer weitergehenderen Formulierung als üblich betonten die Finanzminister und Notenbankchefs zugleich: "Wir werden uns eng abstimmen über die Devisenmärkte."

Für die Schweiz nehmen am G20-Treffen Finanzminister Ueli Maurer und Nationalbankpräsident Thomas Jordan teil.

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SDA-ATS