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Trotz scheinbar aussichtsloser Lage weigert sich der abgewählte Präsident der Elfenbeinküste aufzugeben. Laurent Gbagbo und etwa 1000 seiner Kämpfer verteidigten auch am Donnerstag die umzingelte Residenz in Abidjan.

Die Truppen des anerkannten Wahlsiegers Alassane Ouattara, die das westafrikanische Land weitgehend unter Kontrolle haben, attackieren seit Tagen ohne Erfolg die Residenz, in der sich Gbagbo mit seinen Milizen verschanzt hat.

Der 65-Jährige soll sich in einem Bunker unterhalb des Gebäudes befinden. Die letzten noch loyalen Truppen der regulären Streitkräfte hatten am Dienstag aufgegeben. Allen internationalen Appellen zum Trotz will Gbagbo aber nicht aufgeben.

Der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet sagte, Gbagbo verfüge noch etwa über 1000 Kämpfer, von denen sich ungefähr 200 in der Residenz befänden.

Frankreich um Hilfe ersucht

Die anhaltende Gewalt brachte auch ausländische Diplomaten in Bedrängnis. Mehrere Botschafter baten Frankreich um Hilfe bei der Evakuierung. Dazu gehörten Japan, Indien und Israel, sagte Frankreichs Aussenminister Alain Juppé in Paris.

Nachdem bewaffnete Gbagbo-Kämpfer die Residenz des japanischen Botschafters angegriffen hatten, brachten französische Soldaten den Botschafter und seine Mitarbeiter in der Nacht zum Donnerstag mit einem Helikopter in Sicherheit.

Aus den USA hiess es in der Nacht zum Donnerstag, dass auch Bitten von rund 20 ausländischen Journalisten zum Schutz vor den Kämpfen eingegangen seien.

Schweizer unter Schutz der Licorne

Viele Botschaften in Abidjan liegen im Regierungsviertel Plateau, wo sich auch die belagerte Residenz Gbagbos befindet. Die Büros der Schweizer Botschaft im Quartier sind wegen der Kämpfe geschlossen. Das Personal der Botschaft arbeite aber weiter und sei jederzeit erreichbar, bekräftigte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Donnerstag.

Die Botschaft empfiehlt den rund 130 im Land verbliebenen Schweizern, zu Hause zu bleiben und sich nicht auf die Strasse zu begeben. Im Fall einer unmittelbaren Bedrohung sollen sie Kontakt mit der französischen Einsatztruppe Licorne aufnehmen.

In den letzten Tagen hätten mehrere Schweizer Bürger das Land verlassen. Zudem befänden sich Landsleute auf der französischen Militärbasis in Abidjan oder auf Sammelstellen der Licorne. Nach seinem Wissen habe bislang kein Schweizer Gewalt erlitten oder sei bedroht worden, erklärte Botschafter David Vogelsanger auf der Webseite der Botschaft.

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SDA-ATS