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Trotz den Nachwehen der Wirtschaftskrise in der Baubranche vielerorts ist Geberit im vergangenen Jahr nur vom starken Franken gebremst worden. Dieser schlug auf die Ergebnisse von Europas grösstem Sanitärtechnikkonzern durch. Dennoch machte Geberit dank geringerer Steuerlast leicht mehr Reingewinn.

Geberit habe im vergangenen Jahr eines der der besten Ergebnisse seiner Geschichte erzielt, sagte Konzernchef Albert Baehny am Donnerstag auf der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Der Umsatzrückgang von 1,6 Prozent auf 2,147 Mrd. Fr. sei ausschliesslich auf den starken Franken zurückzuführen. Die Franken-Aufwertung habe 143 Mio. Fr. Umsatz gekostet.

Boom in Asien

In Lokalwährungen sei der Umsatz dagegen um 5 Prozent gestiegen, sagte Baehny. Geberit sei rund um den Globus gewachsen. Am stärksten legte der Konzern in Asien zu, wo der Umsatz um über ein Fünftel nach oben schoss.

In Nordamerika stieg trotz der anhaltenden Krise in der Bauwirtschaft der Umsatz in Dollar um 6,8 Prozent. Wachstumstreiber seien die Unterputzspülkästen und elektronischen Armaturen gewesen, sagte Baehny. Und im Nahen Osten und Afrika nahm der Umsatz in Lokalwährungen um 1,7 Prozent zu.

In der wichtigsten Region Europa, wo Geberit über 90 Prozent seines Geschäfts macht, hinterliess vor allem die Euro-Schwäche Spuren. Während der Umsatz in Lokalwährungen auf dem Alten Kontinent um 4,6 Prozent stieg, sank er in Franken um 2,4 Prozent auf 1,958 Mrd. Franken.

Alle Länder hätten zulegen können mit Ausnahme der Benelux-Staaten sowie Spaniens und Portugals, sagte Baehny. Den stärksten Zuwachs zeigten ausgerechnet die von der Finanz- und Wirtschaftskrise arg gebeutelten Irland und Grossbritannien (+10,3 Prozent). Aber auch in Skandinavien (+7,2 Prozent) und Deutschland (+7 Prozent) florierten die Verkäufe. Im Heimmarkt Schweiz nahm der Umsatz um 3,2 Prozent zu.

Dennoch mehr Reingewinn

Im Gegensatz zu anderen Jahren habe die Franken-Stärke 2010 erheblich auf den Gewinn durchgeschlagen, sagte Finanzchef Roland Iff. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrumpfte wegen höheren Ausgaben für zukünftiges Wachstum um 7,7 Prozent auf 486,2 Mio. Franken.

Dennoch sei die Profitabilität von Geberit mit einer EBIT-Marge von 22,6 Prozent immer noch auf dem zweithöchsten Niveau der Firmengeschichte. Den Rekord hatte Geberit im Vorjahr mit 24,1 Prozent erreicht.

Unter dem Strich konnte das Unternehmen den Gewinn dennoch leicht um 2,3 Prozent auf 406,8 Mio. Fr. verbessern. Man habe vom Wegfall einer einmaligen Steuerbelastung profitiert, die auf das Vorjahresergebnis gedrückt habe, sagte Iff.

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SDA-ATS