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Die Geber-Konferenz der Uno für die Notleidenden des syrischen Bürgerkriegs ist nach Einschätzung der Schweiz erfolgreich gewesen. In Kuwait wurden 2,4 Milliarden Dollar für die humanitäre Hilfe zugesagt, 2 Milliarden waren erwartet worden.

Laut der UNO reicht dies aber trotzdem nicht aus, um in diesem Jahr Nothilfe für alle Flüchtlinge und Vertriebenen bereitzustellen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte vor den Teilnehmern der Konferenz: "Wir schätzen, dass wir in diesem Jahr 6,5 Milliarden Dollar benötigen werden."

Die grösste Hilfszusage kam vom Gastgeber Kuwait. Das arabische Emirat will die Flüchtlinge und Vertriebenen aus dem Bürgerkriegsland mit 500 Millionen US-Dollar unterstützen, Katar und Saudi-Arabien mit je 60 Millionen. US-Aussenminister John Kerry kündigte Hilfsgelder in Höhe von 380 Millionen Dollar an.

Die EU hatte bereits im Vorfeld angekündigt, zusätzlich 165 Millionen Euro zu geben. Internationale Hilfsorganisationen sagten bei einem Vortreffen in Kuwait zu, 400 Millionen Dollar beizutragen. Grossbritannien will 164 Millionen Dollar beisteuern, Deutschland 80 Millionen Euro.

Schweiz will 30 Millionen geben

Die Schweiz verdreifachte ihre humanitäre Hilfe für die Notleidenden in Syrien und den Nachbarländern im Vergleich zum vergangenen Jahr. Manuel Bessler, der Delegierte der Humanitären Hilfe des Bundes, erklärte, die Schweiz stelle in diesem Jahr 30 Millionen Franken zur Verfügung.

Damit erhöhte sie ihre Hilfe für die Opfer des Bürgerkriegs seit März 2011 auf 85 Millionen. "Die Geberkonferenz ist eine Demonstration der Solidarität", sagte Bessler. Sie solle als ein Zeichen verstanden werden, dass die Welt die Betroffenen des humanitären Dramas, das der Bürgerkrieg in Syrien verursachte, nicht vergessen habe.

Bessler begrüsste, dass Kuwait als Gastgeber der Konferenz eine bedeutende Rolle bei den Zusagen von fast einer Milliarde Dollar spielte. 500 Millionen Dollar stellt das Land selbst bereit und 430 Millionen wollen islamische Wohltätigkeitsorganisationen spenden.

Für Nahrung, Medikamente und Zelte

Das Geld wird vor allem für Nahrungsmittel, Trinkwasser, Medikamente und Zelte für die vom Bürgerkrieg vertriebenen Menschen gebraucht. Doch so wichtig die humanitäre Hilfe sei, sie könne die Krise nicht lösen, sagte Bessler. "Es gibt keine humanitäre Lösung für eine politische Krise", betonte der Leiter des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH).

Wichtig sei daher, dass kommende Woche der politische Dialog der syrischen Konfliktparteien in Montreux und Genf beginne, für den sich die Schweiz stark einsetze. Sie unterstütze daher die Bemühungen Lakhdar Brahimis, des Sondergesandten der UNO und der Arabischen Liga.

Hilfe für Gastfamilien

Bei der humanitären Hilfe für die Bevölkerung in Syrien und die Syrienflüchtlinge in den Nachbarländern konzentriert sich die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) auf die Unterstützung humanitärer Partner wie die UNO und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sowie internationaler und lokaler Hilfsorganisationen.

Die Humanitäre Hilfe des Bundes ist zudem in Jordanien und in Libanon aktiv. Sie unterstützt etwa libanesische Familien, die syrische Flüchtlinge aufnehmen, mit Bargeld. Die Gastfamilien können damit beispielsweise Unterkünfte ausbauen. Aufgrund des Bürgerkriegs sind zudem die Lebenshaltungskosten in Syriens Nachbarländern zum Teil stark gestiegen.

Die Humanitäre Hilfe setzt sich weiter für die Sanierung von Schulen ein, in denen syrische Flüchtlingskinder mit lokalen Kindern zum Unterricht gehen. Schliesslich stellt die DEZA der UNO und Partnerorganisationen Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) zur Verfügung.

SDA-ATS