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Ein Jahr nach dem Attentat in Marrakesch mit 17 Toten, darunter drei Tessinern, hat am Samstag eine Gedenkzeremonie stattgefunden. Eröffnet wurde die Feier in Anwesenheit von Überlebenden und Angehörigen der Opfer mit dem Lied "Imagine" von John Lennon.

Anwesend waren auch der marokkanische Innen- und der Justizminister Mustapha Ramid und M'hand Laenser sowie der französische Justizminister Michel Mercier. Die Schweiz war laut dem Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) durch Botschafter Bertrand Louis vertreten.

Der Schweizer Botschafter drückte den Opfern des Anschlags und ihren Angehörigen das Mitgefühl und die Solidarität der Schweiz aus. Er bekräftigte die Unterstützung der Schweiz für alle Opfer von Terroranschlägen und rief zur Solidarität aller Völker bei der Bekämpfung des Terrorismus auf.

Den marokkanischen Behörden dankte Louis für ihre Unterstützung der Opfer sowie ihre Gastfreundschaft und den warmen Empfang.

Nach der Einweihung einer Gedenktafel nahm Louis in Anwesenheit der Angehörigen und der Behörden an der Pflanzung eines Olivenbaums teil. Anschliessend wurde in einer Schweigeminute der Opfer gedacht.

Bei dem Anschlag am 28. April 2011 auf das bei Touristen beliebte Café "Argana" im Zentrum von Marrakesch waren zwei in Rucksäcken versteckte Bomben per Handy gezündet worden. 17 Menschen starben. Unter ihnen waren acht Franzosen und drei Touristen aus dem Tessin.

Zwei Männer - ein Schweizer und ein im Tessin lebender Portugiese - waren auf der Stelle getötet worden. Zwei Frauen aus dem Tessin hatten das Attentat zunächst schwer verletzt überlebt und wurden in die Schweiz zur Behandlung ausgeflogen.

In der Schweiz gestorben

Eine 25-Jährige aus Cadenazzo erlag einige Tage darauf im Universitätsspital Zürich ihren Verletzungen. Die vier Freunde hatten zusammen ihre Ferien in Marokko verbracht.

Ein marokkanisches Gericht verurteilte den Hauptangeklagten im Prozess um das Attentat im vergangenen Oktober zum Tode. Sein Komplize erhielt lebenslange Haft. Nach einem Rekurs der Staatsanwaltschaft bestätigte der Präsident des Antiterrorgerichtshofes am 9. März die Strafen.

Vier weitere der insgesamt neun Angeklagten müssen für jeweils vier Jahre ins Gefängnis, die anderen drei für jeweils drei Jahre. Alle neun Männer hatten sich vor der Urteilsverkündung für nicht schuldig erklärt.

SDA-ATS