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In Syrien geht das Blutvergiessen trotz einer bevorstehenden Waffenruhe weiter. Aktivisten berichteten am Freitag von heftigen Angriffen und Kämpfen in den Provinzen Daraa, Idlib und Homs. Landesweit seien mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dass in der Region Hula in der Provinz Homs Kämpfe begonnen hätten, nachdem Soldaten auf Frauen bei der Feldarbeit geschossen hätten. Zwei Frauen seien getötet und vier weitere verletzt worden.

Nach Angaben der Opposition nahm das Regime zudem die Städte Duma, Homs und Rastan unter Beschuss. Auch aus der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes wurden Attacken auf Ortschaften gemeldet. Ein Bewohner der Kleinstadt Kastanas berichtete, die Armee zerstöre Häuser.

Zehntausende Menschen gingen landesweit auf die Strasse, um den Sturz des Regimes von Präsident Baschar al-Assad zu fordern, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. In der zentralen Provinz Hama hätten Truppen das Feuer auf Demonstranten eröffnet und drei Menschen verletzt.

Die anhaltende Gewalt lässt den Flüchtlingsstrom ins nördliche Nachbarland Türkei weiter anschwellen. Allein am Donnerstag seien 2800 Menschen aus dem Nachbarland angekommen, sagte ein türkischer Regierungsvertreter in der Nacht zum Freitag. Das waren doppelt so viele wie die bisherige Höchstzahl an einem Tag.

Türkei appelliert an UNO

Angesichts der sich verschärfenden humanitären Krise bat der türkische Aussenminister Ahmet Davutoglu UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon telefonisch darum, Vertreter zu entsenden. Davutoglu berichtete Ban, dass die syrische Armee mit Helikoptern nahe der türkischen Grenze im Einsatz ist, wie ein Sprecher des Aussenministeriums in Ankara sagte. Insgesamt seien bereits rund 24'000 syrische Flüchtlinge in der Türkei.

Am kommenden Dienstag sollen in Syrien die Waffen schweigen - mehr als ein Jahr nach Beginn des Konflikts. Vertreter der syrischen Regierung verwiesen bei der UNO darauf, dass sich Truppen aus einigen umkämpften Gebieten schon zurückgezogen hätten.

Allerdings sprach der Sondergesandte der UNO und Arabischen Liga für Syrien, Kofi Annan, mit Blick auf täglichen Opferzahlen von "besorgniserregenden Dimensionen". Auch viele Diplomaten im Sicherheitsrat zweifeln an den Zusagen des syrischen Regimes, weil es bereits in der Vergangenheit Versprechen nicht gehalten hat.

SDA-ATS