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Strahlende Lotteriegewinner am Freitag in Malaga - der Hauptgewinn - "El Gordo", der Dicke, genannt - entfiel auf die Lose mit der Nummer 71198.

Keystone/EPA EFE/DANIEL PEREZ

(sda-ats)

Mit "El Gordo", dem "Dicken", kann in Spanien zur Festzeit nicht einmal der Weihnachtsmann konkurrieren. Die traditionsreiche Lotterie verteilte im ganzen Land knapp 2,4 Milliarden Euro. Viel Jubel gab es diesmal in einer kleinen Arbeitergemeinde.

In der Bar Cascudo in der kleinen Gemeinde Vilalba im Nordwesten Spaniens war am Freitag der Teufel los. "Heute wird hier durchgefeiert", schrien gestandene Landwirte und Lastwagenfahrer, die zum Teil auch vor laufender TV-Kamera die Tränen nicht unterdrücken konnten. Von den knapp 2,4 Milliarden Euro, die die traditionsreiche spanische Weihnachtslotterie dieses Jahr ausschüttete, gewannen Kunden der Kneipe rund 220 Millionen.

"Ich weiss gar nicht, wie viel Geld das ist", sagte Barbesitzerin und Losverkäuferin Pilar. Auch sie habe etwas abbekommen, räumte sie ein. Die Gewinner, die sich mit anderen Glückspilzen in anderen Gegenden den fetten Hauptgewinn der Weihnachts-Megalotterie teilen dürfen, seien alles "arbeitende Menschen", die zum Teil sehr wenig Geld hätten.

In der gesamten 15'000-Einwohner-Gemeinde der Region Galicien belief sich der Gesamtgewinn nach Angaben der staatlichen Lotteriegesellschaft LAE auf 520 Millionen - so viel wie nirgendwo sonst in Spanien.

Der Hauptgewinn - "El Gordo", der Dicke, genannt - entfiel auf die Lose mit der Nummer 71198. Der Hauptgewinn beträgt vier Millionen Euro für ein ganzes Los. "El Gordo" wird aber 160 mal ausgezahlt, da jede Losnummer auch 160 mal verkauft wird. Nach Vilalba gingen 130 dieser Serien, wie die LAE mitteilte.

Älteste und grösste Tombola

Doch nicht nur in Galicien wurde zwei Tage vor Heiligabend vorzeitige Bescherung gefeiert. Die 1812 ins Leben gerufene älteste und auch grösste Tombola der Welt, die nicht einmal während des Bürgerkriegs zwischen 1936 und 1939 ausfiel, beglückte erneut praktisch alle Regionen Spaniens. Die Sektkorken knallten überall.

In der Regel kaufen die meisten Spanier keine ganzen Lose, sondern geben sich mit Zehntellosen für je 20 Euro zufrieden, so dass immer Dutzende in den Genuss des Haupt- und anderer Gewinne kommen. Tippgemeinschaften werden von Bürokollegen, Kneipenfreunden, Nachbarn und auch von ganzen Dörfern gebildet.

Die "Lotería de Navidad" gilt nicht nur als die älteste, sondern - gemessen an der ausgespielten Gesamtsumme - auch als die grösste der Welt. Ein Millionenpublikum verfolgte die knapp vierstündige Ziehung der Glückszahlen im Madrider Opernhaus Teatro Real wie seit 1962 auch diesmal in Kneipen, Cafés, Büros und daheim live vor den TV-Schirmen.

Neben dem Hauptgewinn wurden zahlreiche grössere und kleinere Preise ausgelost. Obwohl die Chancen, den "Gordo" zu erwischen, bei eins zu 100'000 liegen, nahmen nach einer Umfrage erneut fast 80 Prozent aller erwachsenen Spanier an der Lotterie teil. Sie gaben diesmal im Schnitt 66 Euro aus.

Alle hoffen auf den grossen Geldsegen. Als grösster Gewinner der Weihnachtslotterie stand aber schon vor der Ziehung das Finanzamt fest. Der Staat kassiert nämlich 30 Prozent der Verkaufserlöse. Und für jeden Preis über 2500 Euro müssen seit 2013 auch knapp 20 Prozent als Steuern abgeführt werden.

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