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General Motors mit Milliardenverlust - Staatshilfen zurückzahlen

Dieser Inhalt wurde am 16. November 2009 - 14:56 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Auch die neue General Motors (GM) schreibt tiefrote Zahlen. Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens verbucht der grösste US-Autohersteller im dritten Quartal ein Minus von 1,2 Mrd. Dollar. Der Verlust war aber immerhin kleiner als von vielen Experten geschätzt.
Zudem will GM nun schneller die milliardenschweren Staatshilfen der USA, Kanadas und Deutschlands zurückzahlen, kündigte der Konzern am Montag an. Dies sei "angesichts der weltweit besseren wirtschaftlichen Bedingungen, der sich stabilisierenden Verkäufe und der besseren Finanzlage" möglich.
Die Rückzahlungen starten damit weit früher als erwartet. Eine erste Rate von 1,2 Mrd. Dollar solle im Dezember überwiesen werden, teilte der Opel-Mutterkonzern mit. Er bekräftigte zudem, die Staatshilfen für Opel fristgerecht im November vollends zu begleichen.
Der Verlust vor Steuern und Zinsen belief sich im dritten Quartal auf 261 Mio. Dollar vor Sonderposten. Der Umsatz betrug 28 Mrd. Dollar. Das waren 5 Milliarden mehr als im zweiten Quartal. Die Zahlen sind wegen des Insolvenzverfahrens aber nur schwer vergleichbar. Der Schuldenstand lag bis Ende September bei 17 Mrd. Dollar.
Den Weltmarktanteil bezifferte GM auf 11,9 Prozent. Für 2010 geht das Unternehmen auf dem US-Markt branchenweit von einem Absatz von 11 bis 12 Millionen Fahrzeugen aus.
Anfang November war GM überraschend vom geplanten Verkauf von Opel abgerückt und hatte angekündigt, den deutschen Autohersteller wegen der verbesserten Lage beim Mutterkonzern nun doch behalten zu wollen.
Seit Anfang 2005 hatte der US-Konzern Verluste von mindestens rund 90 Mrd. Dollar angehäuft. Der Konzern war mit Staatshilfen von mehr als 50 Mrd. Dollar vor dem Untergang gerettet worden, was Kritiker als massive Wettbewerbsverzerrung verurteilen. Am 10. Juli war GM nach nur 40 Tagen aus der Insolvenz entlassen worden.

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