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Die Opel-Mutter General Motors ruft weitere 664'000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Nachdem der Konzern Ende der Woche die Zahl der Rückrufe wegen möglicher Defekte an den Zündungen um 1 Mio. auf 2,6 Mio. Fahrzeuge ausgeweitet hatte, kamen am Freitagabend noch zwei Rückrufe wegen anderer Probleme hinzu.

So könne es wegen eines möglichen Defekts an einer Getriebeölkühler-Leitung zu einem Brand kommen. Betroffen seien rund 492'000 Autos verschiedener Modellreihen. Zudem könne es Achsbrüche beim Modell Chevrolet Cruze geben. Dabei gehe es um 172'000 Fahrzeuge.

In der kommenden Woche muss GM-Chefin Mary Barra vor dem Kongress erscheinen. Dabei geht es um die Frage, was und seit wann sie von den Defekten an den Zündungen gewusst hat. GM-Ingenieure hatten schon vor 13 Jahren fehlerhafte Zündungen registriert. Seitdem sind bei dadurch verursachten Unfällen laut GM zwölf Menschen ums Leben gekommen.

Konsumentenschützer gehen von mehr als 300 Todesopfern aus. Dem Unternehmen droht eine Klagewelle. Bei den Autos kann die Zündung auch bei hohem Tempo unvermittelt in einen Modus springen, bei dem sich Motor und elektrische Systeme abschalten. Auch die Airbags funktionieren dann nicht mehr.

Die Ausweitung des Rückrufs in dieser Woche folgte auf einen Reuters-Bericht, wonach immer noch Zündungssysteme des Zulieferers Delphi mit derselben Teilenummer zu kaufen sind, wie sie in anderen zurückgerufenen Fahrzeugen verwendet wurden. GM hatte zwar nach 2007 die mangelhaften Zubehörteile umgeändert. Ihre Nummer blieb aber dieselbe, so dass es zu Verwechslungen kam.

SDA-ATS