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Der Generalstreik richtet sich gegen eine Arbeitsmarktreform der Regierung von Präsident Michel Temer, die eine Ausweitung von Arbeitszeiten und die Zahlung von Kosten bei Arbeitsprozessen durch die Angestellten vorsieht.

KEYSTONE/EPA EFE/JOEDSON ALVES

(sda-ats)

Ein Generalstreik hat am Freitag das öffentliche Leben in Brasilien beeinträchtigt. Im ganzen Land gab es beim ersten Generalstreik seit 21 Jahren starke Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr bei Bussen und Bahnen.

Strassen wurden blockiert, die Metro São Paulo konnte nur sehr eingeschränkt fahren.

Der Protest richtet sich gegen eine Arbeitsmarktreform der Regierung von Präsident Michel Temer, die eine Ausweitung von Arbeitszeiten, eine Beschneidung der Mitsprache von Gewerkschaften und die Zahlung von Kosten bei Arbeitsprozessen durch die Angestellten vorsieht. Die Gewerkschaften sehen eine einseitige Stärkung von Unternehmen. Der Senat muss der Reform noch zustimmen.

In vielen Städten kam es zu Randale, Barrikaden brannten. Alle grossen Gewerkschaften hatten zu dem Streik aufgerufen. Dutzende Menschen wurden den Behörden zufolge festgenommen.

Das Land steckt in einer tiefen wirtschaftlichen Krise, über zwölf Millionen Menschen sind arbeitslos. Auch das Rentensystem soll reformiert werden, um das hohe Defizit zu bekämpfen. Der letzte Generalstreik richtete sich während der Präsidentschaft von Fernando Henrique Cardoso gegen hohe Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne.

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SDA-ATS