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Aus Protest gegen das Sparprogramm der Regierung haben die griechischen Gewerkschaften am Mittwoch erneut mit einem Generalstreik das öffentliche Leben lahmgelegt. Der Schiffs- und Eisenbahnverkehr im ganzen Land war massiv gestört.

Auch die Angestellten der Verwaltungen legten ihre Arbeit vorübergehend nieder. Es ist der dritte Generalstreik, zu dem die Gewerkschaften in diesem Jahr aufgerufen haben.

Auf dem Syntagma-Platz vor dem Parlament in Athen versammelten sich Zehntausende aufgebrachte Bürger. Sie wollten am Vormittag eine Menschenkette um das Gebäude bilden, in dem die Abgeordneten ab Mittwoch ein neues Sparpaket prüfen sollten. Die Polizei riegelte mehrere Strassen um das Parlament ab.

In Athens Innenstadt kam es zudem zu Rangeleien und Steinewürfen. Angreifer schleuderten Brandsätze auf das Finanzministerium. Laut einer ersten Bilanz der Polizei kam es zu neun Verletzte und 40 Festnahmen.

Da Griechenland trotz bereits gewährter Notkredite über 110 Mrd. Euro weiter tief in der Schuldenkrise steckt, wird inzwischen an einem zweiten internationalen Hilfsprogramm gearbeitet. Der zweite Rettungseinsatz soll bis Ende des Monats vereinbart sein und könnte der Regierung in Athen neues Geld verschaffen. Über die nächsten Schritte hatten am Dienstagabend die Finanzminister der Euro-Zone beraten.

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SDA-ATS