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Kulturgüter nach Kirchenbrand: Konservatorin Emilie Vaudant und ein Zivilschutzangehöriger vor einem geretteten Altaraufsatz.

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

(sda-ats)

Dank des Notfallplans zum Schutz von Kulturgütern sind unmittelbar nach dem Brand in der Kirche "Sacré-Coeur" wertvolle Objekte gesichert und gerettet worden. Die Aktivitäten dauerten am Freitag an.

Gut eine Stunde nach Brandausbruch trat das Notfalldispositiv der Stadt Genf in Kraft, wie der Verantwortliche Jorge Perez erklärte. Eine erste Staffel von Kunstwerken wurde bereits am Donnerstag um 21 Uhr aus dem Bau geholt.

Dabei handelte es sich um grosse Gemälde aus dem Kirchenschiff, einen Altaraufsatz und eine hölzerne Christus-Figur. Diese vom Löschwasser und Rauch mitgenommenen Gegenstände wurden sofort in Behandlung genommen, um ihren Erhalt zu sichern. Dafür ist gemäss Notfallplan alles notwendige Material vorhanden.

Am Freitagmorgen bargen Experten weitere Kunstgegenstände aus der schwer beschädigten Kirche. Darunter waren liturgische Gegenstände wie ein Kelch und das Tabernakel sowie Messgewänder, Bücher und ähnliches. Das Dach der Gotteshauses war bei der Feuersbrunst teilweise eingestürzt.

Diese geborgenen Gegenstände wurden jeweils soweit vorbereitet, dass sie in einem Gebäude neben der Kirche weiter behandelt werden können. Keine Rettung gab es hingegen für vollständig verkohlte Objekte und Möbel. Die Höhe des Sachschadens stand am Freitag ebenso wenig fest wie die Brandursache.

Der Brand war am Donnerstagnachmittag ausgebrochen und löste einen Grosseinsatz der Feuerwehr aus. Verletzte gab es nicht. Das Gebäude wurde 1859 als Einheitstempel der Freimaurer gebaut. 1873 kaufte es die Katholische Kirche. Seit 1958 dient es der spanischsprachigen katholischen Gemeinde Genfs als Gotteshaus.

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SDA-ATS