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Lausanne - Neue Episode im Machtgerangel um die Genolier-Privatkliniken: Der Verwaltungsrat der Westschweizer Spitalgruppe wirft dem früheren starken Mann Antoine Hubert Bestechung vor und reicht Strafanzeige gegen ihn ein.
Als Grundlage dient dem Verwaltungsrat ein Bericht der Beratungs- und Prüfungsfirma PriceWaterhouseCoopers (PwC), in der schwere Vorwürfe gegen das frühere Management erhoben werden: Hubert habe über eine Firma in Grossbritannien ausländische Amtsträger bestochen, die den Genolier-Ärzten hochrangige Patienten vermittelt haben sollen.
Die Firma in Grossbritannien soll 3,3 Mio. Fr. an Rechnungen gestellt haben. Genolier vermutet in einer am Donnerstag verbreiteten Erklärung aufgrund des PwC-Berichts, es seien auch Vermittlungshonorare für Patienten bezahlt worden, die gar nicht über diese britische Firma in eine Genolier-Klinik gekommen waren.
Schon vor einigen Wochen hatte der Verwaltungsrat, der derzeit aus Hans-Reinhard Zerkowski und Michael Schröder besteht, Kritik an Hubert und seinen Geschäftsgepflogenheiten geübt. Auch dort ging es um Spesen und Honorare in Höhe von mehreren Hunderttausend Franken, die Hubert ausgegeben, aber nicht korrekt verbucht haben soll.
Hubert "entsetzt"
Der angeschuldigte Hubert zeigte sich am Donnerstag "entsetzt" über die Korruptionsvorwürfe und bestritt jegliches strafrechtliches Handeln. Es habe keine schwarzen Kassen gegeben und seines Wissens hätten weder er noch andere Mitglieder der Genolier-Spitze finanziell von der britischen Firma profitiert, liess er verlauten.
Der Genolier-Verwaltungsrat hat nun eine ausserordentliche Generalversammlung, die am kommenden Montag hätte stattfinden wollen, auf den 6. September verschoben. Hubert wollte die Versammlung als Bühne für seine Rückkehr an die Schalthebel der Macht in der Klinikgruppe nutzen.
Die zwei Monate seit der Absetzung Huberts sind geprägt vom Kampf um Aktienpakete gewesen. Hubert erwarb bei Grossaktionär Jaime Rosell 600'000 Aktien, nachdem dieser bei seinem Rauswurf beteiligt gewesen war.

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SDA-ATS