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Leonardo Genoni ist der beste Torhüter der National League. Nach der Enttäuschung an den Olympischen Spielen fühlt er sich wieder bereit, den SC Bern zum dritten Meistertitel in Folge zu führen.

Eigentlich ist es unbestritten, dass Genoni mehr als nur ein gewöhnlicher Torhüter ist. Auch in der abgelaufenen Qualifikation wies er die statistisch besten Werte aller Stammkeeper der National League auf: 2,03 Gegentore pro Spiel und eine Fangquote von 92,89 Prozent.

Dennoch hat Genoni alles andere als einfache Wochen hinter sich. Im Januar gelangen ihm in der Meisterschaft nicht immer überzeugende Leistungen und im Februar verlor er an den Olympischen Spielen in Pyeongchang im Spiel gegen Kanada (1:5) nach vier Gegentoren in den ersten 26 Minuten den zuvor unumstrittenen Status als Nummer 1 im Tor des Schweizer Nationalteams.

Nicht bereit und übermotiviert

Genoni blickt selbstkritisch auf das Olympia-Turnier zurück: "Das habe ich mir sicher anders vorgestellt. Ich war einfach nicht bereit, das muss ich anerkennen", erzählt Genoni kurz vor dem Beginn der Playoff-Viertelfinals, in denen Bern auf Genève-Servette trifft.

Das frühe Olympia-Aus der Schweiz kann bestimmt nicht Genoni angelastet werden - trotz des missglückten Auftakts des Goalies in das Turnier. Das weiss auch Genoni. Dennoch sagt der 30-Jährige über sich selbst: "Der Leo spielt dann am besten, wenn er befreit aufspielen kann." Weshalb dies in Südkorea anders gewesen sei, wisse er nicht. "Es hat nicht nur bei mir nicht gepasst. Vielleicht waren wir zu übermotiviert."

Vielleicht lag es auch an der besonderen, ungewohnten Ausgangslage. Denn normalerweise ist die Saison zu Ende, wenn ein Spieler mit dem Nationalteam ein Turnier (eine WM) bestritten hat. Jedenfalls äusserte sich auch Genoni in diese Richtung. "Ich habe vor der Saison schon gesagt, dass der Fokus auf dem Klub bleiben muss und dass Olympia ein Zückerchen ist."

Eis gefressen

Was hat Genoni gemacht, um die Enttäuschung zu verarbeiten? "Trainiert, viel trainiert." In solchen Situationen müsse man "Eis fressen", nur das helfe. Er ist überzeugt, dass er in den Playoffs wieder sein gewohnt hohes Niveau erreichen kann. Denn unabhängig vom Resultat sei klar gewesen, dass es nach Olympia sofort weiter gehe.

"Die Ausgangslage war zuvor bekannt. Ich wusste, dass ich dran bleiben muss und den Fokus nicht verlieren darf, egal wie das Olympia-Turnier ausgeht." Die "Challenge", wie Genoni die Umstellung vom Nationalteam zurück zum Klub bezeichnet, sei ihm "relativ gut" gelungen.

Mit der abgelaufenen Qualifikation seines Klubs ist Genoni zufrieden: "Wir haben von Beginn weg sehr gut gearbeitet. Wie andere Mannschaften hatten auch wir unser Tief und unsere schlechten Abende, inklusive ich selbst. Aber wir konnten uns trotzdem oben behaupten. Wir wissen, dass unser Spiel zusammen passt, wir müssen es jetzt einfach auf das Eis bringen."

Genoni kennt auch die Mittel dazu. "Voller Einsatz und den Fokus behalten." Der "unbedingte Wille zu gewinnen", das Spiel "während 60 Minuten durchzuziehen", das habe im Januar beim SCB und auch ihm selbst etwas gefehlt.

Die Ruhe als Plus

Das sei der Mannschaft jedoch bewusst, die Voraussetzungen für erfolgreiche Playoffs deshalb gegeben. "Wir wissen, was es braucht, und sind alle 'giggerig', dass es endlich losgeht." Bern wie Genf würden versuchen, den Gegner davon abzubringen, die Stärken einzusetzen. "Für uns zählt deshalb, dass wir Servette unser Spiel aufzwingen und sie vom Eis abarbeiten."

In den letzten beiden Playoff-Kampagnen zeichnete sich der SC Bern dadurch aus, dass er in den entscheidenden Momenten einen Gang zulegen konnte. Auf diese Eigenschaft baut Genoni. "Man spürt es in jedem Training und wird es auch am Samstag spüren, wir lassen uns nie aus der Ruhe bringen. Das ist ein Punkt, der uns von anderen Mannschaften unterscheidet." Und dies sei gegen eine Mannschaft wie Genf, die "für die Playoff-Zeit gemacht ist" (Genoni), umso wichtiger.

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SDA-ATS