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Häuser der Wohnkooperative ABZ an der Zypressenstrasse in Zürich. (Aufnahme vom Juni 2016)

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Gemeinnützige Wohnungen sind gegenüber Mietwohnungen nach wie vor deutlich günstiger. Dies geht aus einem Bericht hervor, den das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Donnerstag auf seiner Webseite aufgeschaltet hat.

Dreizimmer-Mietwohnungen sind demnach im Durchschnitt 16,5 Prozent teurer als entsprechende Genossenschaftswohnungen. Die Durchschnittsmieten unterschieden sich zwar im Untersuchungszeitraum 2010 bis 2014 je nach Siedlungstyp, gemeinnützige Wohnungen seien aber über durchwegs günstiger.

Am geringsten ist der Unterschied in ländlichen Regionen, wo das Preisniveau der Mietwohnungen bloss zwei Prozent über dem der gemeinnützigen Wohnungen liegt, wie es im Bericht weiter heisst. In den Grossagglomerationen betrage der Unterschied 17,5 Prozent und in deren Kernstädten gar 26 Prozent. Dort befinden sich auch am meisten Genossenschaftswohnungen.

Der Bodenverbrauch pro Kopf von Genossenschaften sei dabei trotz tieferen Mietpreisen auch an begehrten, dichtbebauten Lagen nicht grösser als jener von Mietwohnungen. Die tieferen Preise führten demnach nicht zu einem weniger effizienten Umgang mit dem Boden.

Bis ein Viertel weniger Bodenverbrauch

Im Vergleich zu konventionellen Mietwohnungen verbrauche genossenschaftliches Wohnen nur 75 Prozent des Bodens, im Vergleich zum Wohneigentum seien es sogar nur 40 Prozent.

Der Unterschied zwischen gemeinnützigen und konventionellen Mietwohnungen schrumpfe auf acht Prozent, wenn nur urbane Zentren verglichen würden. Platzmangel und Kostendruck führten dazu, dass dort konventionelle Mietwohnungen fast ebenso intensiv genutzt würden wie genossenschaftliche.

Ausserhalb der urbanen Zentren verbrauchten Genossenschaften im Vergleich zu den anderen Eigentumsformen jedoch besonders wenig Boden. Gemeinnützige Wohnungen trügen insgesamt zu einem sorgfältigeren Umgang mit der Ressource Boden bei und würden dies bei einer stärkeren Verbreitung ausserhalb der urbanen Zentren noch stärker tun.

Die sotomo-Studie "Gemeinnütziges Wohnungen im Fokus. Ein Vergleich zu Miete und Eigentum" zeigte zudem, dass überproportional viele Menschen mit geringen finanziellen Ressourcen in gemeinnützigen Wohnungen wohnen. Der Anteil der Personen mit einem tiefen Bildungsniveau sei in den Genossenschaften am höchsten.

Gemeinnützige Wohnungen an Standorten mit hohem Aufwertungsdruck wirkten der sozialen Entmischung und Verdrängung entgegen, in dem sie den günstigeren Wohnraum tendenziell an sozial schlechter gestellte Personen vergeben würden.

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