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Eine für den 30. Mai geplante Gerichtsanhörung des mutmasslichen Boston-Attentäters Dschochar Zarnajew ist um gut einen Monat verschoben worden. Neuer Termin für die Voranhörung sei der 2. Juli, hiess es am Dienstag aus Justizkreisen in der US-Ostküstenstadt.

Dem 19-Jährigen wird vorgeworfen, gemeinsam mit seinem älteren Bruder Tamerlan Zarnajew Mitte April einen Bombenanschlag auf den Bostoner Marathonlauf verübt zu haben. Bei der Attacke kamen drei Menschen ums Leben, mehr als 260 wurden verletzt.

Dschochar Zarnajew war wenige Tage nach dem Attentat auf der Flucht schwer verletzt festgenommen worden. Sein Bruder wurde bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei getötet. Das Brüderpaar stammt aus einer tschetschenischen Familie und soll radikalen Islamisten nahegestanden haben.

Derzeit liegt der überlebende mutmassliche Attentäter auf der Krankenstation des Gefängnisses von Devens etwa 60 Kilometer westlich von Boston. Bei der verschobenen Anhörung geht es darum, die Stichhaltigkeit der Beweise gegen Zarnajew zu überprüfen.

Anschliessend könnte eine Anklageerhebung durch eine sogenannte Grand Jury aus Laienrichtern erfolgen. Bei einem Prozess vor einem Bundesgericht droht Zarnajew die Todesstrafe.

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SDA-ATS