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Die Feuerwehr bekämpft den Brand von Drehleitern aus von allen Seiten. Das Gebäude in der Nähe des Zürcher Hauptbahnhofs.

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

(sda-ats)

Neben dem Zürcher Hauptbahnhof ist am frühen Samstagmorgen ein Geschäftsgebäude in Brand geraten. Die Rettungskräfte brachten das Feuer im Dachstock mit einem Grossaufgebot gegen vier Uhr unter Kontrolle. Das Haus ist einsturzgefährdet. Ein Polizist wurde verletzt.

Die Rettungskräfte wurden um 2.16 Uhr alarmiert, wie ein Sprecher von Schutz & Rettung Zürich vor Ort der Agentur Keystone-SDA sagte. Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Dach und waren in der Stadt von weither zu sehen.

Innert kurzer Zeit gingen bei der Polizei über 50 Notrufe ein, einer auch aus der Nachbargemeinde Kilchberg. Nach Ausbruch des Feuers waren noch viele Passanten und Nachtschwärmer unterwegs.

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, stand der Dachstock des Eckhauses am Bahnhofplatz und am Bahnhofquai in Vollbrand. Die Flammen breiteten sich rasch vom Dachstock her aus. Insbesondere der Hausteil am Bahnhofquai wurde schwer beschädigt. Der Sachschaden ist gemäss Schutz & Rettung immens.

Die Rettungskräfte standen nach eigenen Angaben mit einem Grossaufgebot im Einsatz, um das Feuer einzudämmen und ein Übergreifen auf andere Gebäude zu verhindern. Die Feuerwehrleute bekämpften den Brand von Drehleitern und Hubrettern von mehreren Seiten aus. Noch am Morgen löschten sie Glutnester.

Im Einsatz standen neben der Berufs- und Milizfeuerwehr Zürich sowie Schutz & Rettung auch die Stützpunktfeuerwehren von Wallisellen und Kloten. Hinzu kamen Polizei, Elektrizitätswerk und Verkehrsbetriebe.

Zwei heftige Explosionen

Im Gebäude gab es gemäss einer Mitarbeiterin von Keystone-SDA gegen 2.30 Uhr zwei heftige Explosionen. Dabei explodierte mindestens eine Gasflasche. Ein Trümmerteil wurde nach Behördenangaben rund 200 Meter durch die Luft geschleudert. Bei ersten Abklärungen fand die Polizei an der Bahnhofstrasse ein zwei Kilogramm schweres Metallteil einer Gasflasche. Hinweise auf ein Delikt lagen am Morgen nicht vor.

Bei den beiden Explosionen zog sich ein Polizist ein Hörtrauma zu. Er musste sich im Verlauf des Samstags einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Von Verletzten ausser dem Polizisten hatten die Rettungskräfte am Morgen nach eigenen Angaben keine Kenntnis. In dem betroffenen Gebäude fanden seit einiger Zeit Bauarbeiten statt. Es war unbewohnt.

Das Haus wurde durch den Brand weitgehend zerstört. Es bestehe Einsturzgefahr, sagte der Behördensprecher. Wegen der Grösse des Schadenplatzes und zur Sicherheit der Bevölkerung sperrte die Polizei den Bahnhofplatz und umliegende Strassenabschnitte grossräumig ab.

Tram- und Busverkehr eingestellt

Die Unterführung vom Landesmuseum zur Rudolf-Brun-Brücke wurde wegen der Einsturzgefahr gesperrt. Auch die Bahnhofbrücke ist nicht zugänglich. Die Stadtpolizei rechnete mit einer Freigabe nicht vor dem frühen Abend. Nicht ausgeschlossen ist je nach Beurteilung der Statiker auch eine mehrtägige Sperrung.

Am späteren Morgen waren umfangreiche Strassenreinigungsarbeiten im Gang. Die Coop-Filiale in einem Nachbargebäude blieb vorerst geschlossen. Zudem wurde der Tram- und Busverkehr am Bahnhofplatz eingestellt. Das Tramnetz funktionierte zweigeteilt.

Infolgedessen erwarten die Verkehrsbetriebe für den ganzen Tag Störungen im öffentlichen Verkehr. Der Individualverkehr ist aufgefordert, die Innenstadt und den Bahnhofplatz grossräumig zu umfahren. Der Bahnverkehr ist nicht betroffen und der Hauptbahnhof zu Fuss erreichbar. Allerdings sollte zur Anreise die S-Bahnen benutzt werden.

Die Brandursache war Gegenstand von Ermittlungen. Diese führen die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, Detektive der Stadtpolizei sowie Brandermittler der Kantonspolizei durch. Die Polizei sucht Zeugen.

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SDA-ATS