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Die Geschäftslage der Schweizer Unternehmen hat sich laut einer Umfrage der ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF eingetrübt. Nach gutem Jahresbeginn liess der Schwung bei vielen der über 6000 befragten Firmen nach. Die Forscher sehen dafür zwei Hauptgründe.

Erneut belastete einerseits das internationale Umfeld, insbesondere die Zypern-Krise, sagte KOF-Leiter Jan-Egbert Sturm am Montag an einer Medienkonferenz in Zürich. Zweitens habe der lange Winter Detailhandel und Baugewerbe gebremst.

Anders als die vom Tagesgeschäft abhängigen Detailhändler konnten die Baufirmen aber auch im Winter Bestellungen sammeln und die Auftragsbücher füllen. Ihre Geschäftserwartungen seien denn auch sehr positiv, die Geschäftslage weiterhin prächtig und die Preise stabil.

Unter den Detailhändlern hat die Unzufriedenheit dagegen zugenommen. Die Kundenfrequenzen nahmen deutlich ab, die Lagerbestände stiegen. Einige Frühjahreswaren sei liegen geblieben, sagte Studienautor Klaus Abberger.

Nach den Hoffnungen zu Jahresbeginn erlitt auch das Gastgewerbe einen Rückschlag. Das Minus ist vor allem witterungsbedingt und kleiner als im letzten Jahr. Die Hoffnung auf eine Trendwende bleibt, wie Abberger erklärte.

In der Industrie ist die Geschäftslage zweigeteilt: exportorientierte Firmen beurteilen sie schlechter als binnenorientierte. Die Ertragslage ist zwei weiterhin schwierig, aber besser als letztes Jahr. Die Mitarbeiterzahl beurteilen die Industriefirmen im Schnitt als leicht zu hoch.

Weiterhin schrittweise Stellen abbauen wollen viele Banken, die vom Geschäft mit Ausländern leben. Ihr Geschäft wird von der Steuerdiskussion belastet. Inland-Banken und Versicherungen sind dagegen erfolgreicher unterwegs.

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SDA-ATS