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Risikosportarten sind ab 2013 in der ganzen Schweiz gesetzlich reguliert. Das Verteidigungsdepartement (VBS) hat beschlossen, das Gesetz auf diesen Zeitpunkt in Kraft zu setzen. Die eidgenössischen Räte hatten der Vorlage in der Wintersession zugestimmt.

Mit der Inkraftsetzung auf den 1. Januar 2013 bleibe den Kantonen ausreichend Zeit, ihre Gesetzgebung anzupassen, schreibt das VBS in einer Mitteilung vom Donnerstag. Ursprünglich sei geplant gewesen, das Gesetz bereits 2012 in Kraft zu setzen.

In einer Umfrage habe sich aber gezeigt, dass die meisten Kantone die Anpassung ihrer Gesetze auf diesen Zeitpunkt nicht garantieren könnten. Das VBS erarbeitet nun die Ausführungsbestimmungen und wird diese im Herbst 2011 den interessierten Kreisen unterbreiten,

Sportarten im Gebirge und an Flüssen

Gemäss dem Beschluss der Räte sollen Risikosportarten, die im Gebirge sowie an Bächen und Flüssen betrieben werden, künftig gesetzlichen Vorschriften unterliegen.

Das Gesetz gilt für Bergführer und für Schneesportlehrer, die abseits von Wegen und Pisten Aktivitäten leiten, für Canyoning, River-Rafting, Wildwasserfahrten sowie für Bungee-Jumping. Der Bundesrat kann bei Bedarf weitere vergleichbar riskante Sportarten auf diese Liste setzen.

Bewilligung und Versicherung

Professionelle Anbieter dieser Sportarten brauchen neu eine Bewilligung, eine Versicherung und müssen verschiedene Vorschriften einhalten. Weiter müssen Führer Wetter und Schneebedingungen im Auge behalten und sicherstellen, dass genügend Begleiter auf der Tour dabei sind. Auch auf die Umwelt haben sie Rücksicht zu nehmen.

Vorsätzlich begangene Verstösse gegen das Gesetz werden mit Bussen von bis zu 10'000 Franken geahndet. Ausgenommen von den Regelungen bleiben Jugend+Sport-Leiter sowie Leiter von Sportvereinen.

Das Gesetz wurde 2000 vom damaligen Walliser CVP-Nationalrat Jean-Michel Cina mit einer parlamentarischen Initiative angestossen. Auslöser war der Canyoning-Unfall im Berner Oberland vom Sommer 1999. Im Saxetbach wurden 45 Canyoning-Abenteurer mitgerissen, als der Bach nach einem Gewitter stark anschwoll. 18 Touristen und 3 Guides kamen ums Leben.

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SDA-ATS