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Uwe Stürmer von der Konstanzer Polizei (l) und Alexander Boger von der Staatsanwaltschaft Ravensburg informieren über die Gift-Erpressung nach der Festnahme des mutmasslichen Täters

KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK

(sda-ats)

Der Fall der Gift-Erpressung im süddeutschen Raum nahe der Schweiz ist offenbar gelöst: Ein in Baden-Württemberg am Freitag gefasster Mann legte am Samstag ein Geständnis ab und sagte, er habe keine weiteren vergifteten Lebensmittel in den Handel gebracht.

Der 53-Jährige legte am Samstag vor dem Haftrichter ein Geständnis ab, wie die Polizei in Konstanz und die Staatsanwaltschaft Ravensburg am Abend in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen.

Er hatte in Geschäften in Friedrichshafen am Bodensee Babynahrung vergiftet und einen Millionenbetrag von Handelskonzernen gefordert. Er drohte damit, bei Nichtzahlung bundesweit Lebensmittel zu vergiften.

Seine Drohungen hatten Mitte September mit einer E-Mail an Konzerne und die Polizei begonnen. Die Behörden fahndeten später öffentlich nach dem Gesuchten.

Einzeltäter

Am Freitagnachmittag war der Verdächtige nach zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung in Ofterdingen im baden-württembergischen Landkreis Tübingen festgenommen worden. Der 53-jährige Mann soll seine Tat nach vorläufigen Erkenntnissen "alleine geplant" und ausgeführt haben.

In der Wohnung des Deutschen waren nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft Beweismittel sichergestellt, darunter das in vergifteten Lebensmitteln gefundene Mittel Ethylenglykol. Ausserdem habe er offenbar versucht, verdächtige Gegenstände verschwinden zu lassen.

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SDA-ATS