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Fachleute sind sich nicht einig, wie stark die in der Industrie zunehmend verwendeten Nanopartikel die Gesundheit beeinträchtigen. Kürzlich hatten Forscher nach einer Studie Alarm geschlagen. Andere Spezialisten beurteilen die Gefahr als weniger gross.

Schweizerische und französische Forscher hatten in einer Studie dargelegt, dass Nanoteilchen von Titandioxid in der Lunge ähnlich entzündlich wirken wie das gefährliche und verbotene Asbest. Verwendet werden die Partikel als Farbstoff, etwa in Lebensmitteln, Medikamenten, Zahnpasta, Sonnencremen und Kosmetikprodukten.

Mehr Vorsicht gefordert

Die Studie war Ende 2010 in der US-amerikanischen Zeitschrift PNAS veröffentlicht worden. Im Umgang mit Nano-Titandioxid (Nano-TiO2) sei auf Grund der erhaltenen Daten mehr Vorsicht angebracht als dies heute der Fall sei, hatte Jürg Tschopp, Biochemiker in Lausanne und Mitautor, festgehalten.

Um die Aufnahme von Nano-TiO2 zu begrenzen, brauche es Massnahmen in der Industrie und im Alltag. Anders sieht es das Institut für Arbeit und Gesundheit (IST) in Lausanne: Auch wenn Nano-TiO2 auf die Lunge dieselbe entzündliche Wirkung ausübe wie Asbest, heisse das nicht, dass es auch dieselben Krankheiten auslöse.

Für das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist der Vergleich von Nano-Titandioxid und dem verbotenen Asbest nicht gerechtfertigt. Vorsorglich sei vor kurzem ein Höchstwert für die Konzentration von Nano-TiO2 am Arbeitsplatz festgelegt worden, der 30 Mal tiefer sei als jener für nicht nanoskaliges Titandioxid, hält es fest.

In der Schweiz beginnt im laufenden Jahr das Nationale Forschungsprogramm (NFP64) mit dem Titel "Chancen und Risiken von Nanomaterialien". Es wird fünf Jahre dauern. Peter Gehr, Präsident der Leitungsgruppe, sagte der Nachrichtenagentur SDA, dass er die Schlussfolgerungen von Tschopp nicht teile.

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SDA-ATS