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Im Golfstaat Bahrain haben am Samstag erneut tausende Oppositionsanhänger gegen König Hamad bin Issa al-Chalifa protestiert. Auch in Tunesien, Algerien und Ägypten gab es erneut Proteste, während sich in Libyen und im Jemen Aufständische Kämpfe mit den Sicherheitskräften lieferten.

In Bahrain forderten die Demonstranten, die in der Hauptstadt Manama vom zentralen Perlenplatz zum Aussenministerium marschierten, den Sturz des Monarchen. Ein Vertreter der schiitischen Oppositionspartei Wefak kritisierte, dass der von der Regierung versprochene "nationale Dialog" noch nicht begonnen habe. Unterdessen kehrte der exilierte Oppositionsführer Hassan Maschaima nach Manama zurück.

In der tunesischen Hauptstadt Tunis lieferten sich Gegner der Übergangsregierung heftige Strassenschlachten mit der Polizei. Dabei wurden drei Menschen getötet. Nach Angaben des Innenministeriums wurden zudem mehrere Menschen verletzt und in Spitäler eingeliefert.

Innerhalb von zwei Tagen wurden rund zweihundert Menschen festgenommen, wie es in einer Erklärung des Ministeriums hiess.

In Ägypten riefen Oppositionsanhänger für Samstag zu erneuten Protesten auf, nachdem es in der Nacht auf dem Kairoer Tahrir-Platz zu Zusammenstössen zwischen Militärpolizisten und Demonstranten gekommen war, die den politischen Wandel in Ägypten feierten.

In der algerischen Hauptstadt Algier verhinderten Sicherheitskräfte Proteste von Regierungsgegnern. Wie ein AFP-Journalist berichtete, wurden die Demonstranten nicht zum Märtyrer-Platz durchgelassen, auf dem sie sich zu einer Kundgebung versammeln wollten.

Im Jemen wurden bei heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei in der Stadt Aden mindestens vier Menschen getötet.

Mehrere wichtige Stammesführer sagten sich mit Zehntausenden ihrer Anhänger von Präsident Ali Abdallah Saleh los. Bei einer Stammesversammlung in Amran nördlich der Hauptstadt Sanaa schlossen sich Führer der Hasched und der Bakil, zwei der bedeutendsten Stämme des Landes, der Opposition an, wie aus Stammeskreisen verlautete.

In Libyen dauerten die Kämpfe zwischen Aufständischen und regierungstreuen Sicherheitskräften an. Der Machthaber Muammar al-Gaddafi war am Freitag vor Anhängern in der Hauptstadt Tripolis aufgetreten und hatte sie zum bewaffneten Kampf aufgerufen.

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SDA-ATS