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Einzelne Unternehmen nützen die Frankenstärke als Vorwand für Lohnkürzungen. Das sei sachlich nicht begründet und rechtswidrig, teilte die Gewerkschaft Unia am Montag nach ihrer Branchenkonferenz der MEM-Industrie in Bern mit.

Die 170 Delegierten der Branchenkonferenz für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) verlangten, dass ein Unternehmen unter Druck nach sozialpartnerschaftlichen Lösungen sucht. Auf den so genannten Krisenartikel im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) solle nicht mehr zurückgegriffen werden. Der GAV-Artikel sieht für Krisensituationen eine Ausnahmevereinbarung mit erhöhter Arbeitszeit vor.

Die Arbeitgeber dürften das Geschäftsrisiko nicht einfach auf die Arbeitnehmenden abwälzen. Diese müssten schliesslich ihr Leben mit Schweizer Franken zu Schweizer Preisen bestreiten. Eine Lohnkoppelung an den Euro komme darum nicht in Frage.

Lohnsenkungen und Arbeitszeiterhöhungen

Von dem Krisenartikel machen derzeit der Urner Mischkonzern Dätwyler sowie Trasfor im Tessin Gebrauch. Sie erhöhten die Arbeitszeit, nicht aber den Lohn.

Die Emmentaler Verpackungsherstellerin Mopac AG kürzte wegen des schwachen Euro die Löhne sämtlicher 263 Angestellter um zehn Prozent - ein Missbrauch, wie die Unia befand. Das Unternehmen Stöcklin im Baselbiet senkte die Löhne der Grenzgänger um 6 Prozent - unter Berufung auf den günstigen Wechselkurs des Frankens im Euroraum.

Im weiteren forderten die Delegierten von den Banken, allen voran von der Nationalbank, alles gegen eine Kreditverknappung zu tun. Der Bund müsse über eine offensive Kreditpolitik die Innovationskraft und Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Exportindustrie stärken.

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SDA-ATS