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Nach monatelangen und harten Verhandlungen liegt ein neuer Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Swissport-Mitarbeitenden am Flughafen Zürich auf dem Tisch. Die Einigung war schwierig zu erreichen, da der weltgrösste Flugzeugabfertiger unter Kostendruck steht.

Der neue Vertrag, der von Januar 2014 bis Ende 2015 gilt, betrifft rund 2200 Angestellte. Ausgehandelt und schliesslich genehmigt wurde er vom Kaufmännischen Verband (KV) Schweiz und der Sektion Luftverkehr der Gewerkschaft VPOD. Die beiden Verbände gaben am Freitag die Einigung bekannt.

Wie die "Neue Zürcher Zeitung" letzte Woche berichtet hatte, war auch der Personalverband Push an den Gesprächen beteiligt gewesen. Der Verband habe die Verhandlungen aber vorzeitig und unter Protest verlassen. Wie Vizepräsident Paul Blum damals sagte, sei das Angebot von Swissport nicht akzeptabel gewesen.

Gemäss der Medienmitteilung von KV Schweiz und dem VPOD hatte Swissport verschiedene weitgehende Zugeständnisse verlangt. So etwa die Reduktion von Ferien- und garantierten Freitagen oder den Verzicht auf den altersbedingten Lohnanstieg. Diese Begehren hätten aber abgewendet werden können, teilten die Verbände mit.

Vier Änderungen

Als Resultat der Verhandlungen kommt es nun in vier Punkten zu einer Änderung gegenüber des bis Ende 2013 gültigen GAVs. In zwei Punkten mussten die Arbeitnehmerverbände Zugeständnisse machen, in zwei anderen konnten Verbesserungen für die Mitarbeitenden ausgehandelt werden.

Die 25- bis 34-jährigen Mitarbeitenden müssen eine Reduktion der Beiträge bei der beruflichen Vorsorge in Kauf nehmen. Diese liegen neu auf dem gesetzlichen Minimum von sieben Prozent. Weiter wird eine bisher geltende Regelung aufgehoben, die es den Mitarbeitenden erlaubte, Nachtarbeit durch Urlaub oder eine vorzeitige Pensionierung zu kompensieren.

Eine Verbesserung wurde für die Mitarbeitenden im Stundenlohn ausgehandelt. Der neue GAV regelt neu auch deren Anstellungsbedingungen, was bisher nicht der Fall war. Zudem werden die Angestellten im Stundenlohn den anderen Angestellten hinsichtlich Mutterschaftsurlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gleichgestellt.

Rahmenbedingungen konnten auch bezüglich der sogenannten Splittouren ausgehandelt werden. Dabei handelt es sich um Einsätze mit einer mehrstündigen Pause, die beim Personal den Verbänden zufolge unbeliebt sind. Der neue GAV besagt unter anderem, dass neu nur noch zwei solche Splittouren pro Monat angesetzt werden dürfen.

Swissport nimmt unter anderem für die Swiss das Check-in, die Gepäckabfertigung und andere Dienstleistungen vor. Die Swiss steht selbst unter starkem Kostendruck und muss im Rahmen des Lufthansa-Sparprogramms "Score" die Kosten senken. Die Fluggesellschaften versuchten, diesen Druck auf ihre Lieferanten abzuwälzen, heisst es im Communiqué vom Freitag.

SDA-ATS