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Lohnklagen sind aus Sicht der Gewerkschaft Unia ein wichtiges Mittel, um Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern zu bekämpfen. Wer klage, brauche aber Mut und stehe vor einem hürdenreichen Weg. Die Unia fordert deshalb systematische Kontrollen.

Ohne den Mut von Frauen, die gerichtlich gegen Lohndiskriminierung vorgehen, wäre es um die Lohngleichheit in der Schweiz noch schlechter bestellt, sagte Unia-Geschäftsleitungsmitglied Corinne Schärer laut Redetext am Donnerstag vor den Medien in Bern. Seit 33 Jahren müssten Frauen das in der Verfassung verbriefte Recht auf gleichen Lohn einklagen.

1200 Franken weniger pro Monat

Wie langwierig es ist, den gerichtlichen Weg zu beschreiten, zeigt der Fall einer Damenschneiderin. Seit zwei Jahren gehe sie gerichtlich gegen ihren früheren Arbeitgeber vor, erzählte die Frau vor den Medien. Im Vergleich zu ihren ungelernten Arbeitskollegen verdiente die Frau laut eigenen Angaben 30 Prozent oder 1200 Franken weniger im Monat.

Nachdem die Frau beim Arbeitgeber den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit eingefordert hatte, wurde ihr "aus wirtschaftlichen Gründen" gekündigt. Darauf klagte sie gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber wegen Verstosses gegen das Gleichstellungsgesetz. Das Verfahren ist nach zwei Jahren immer noch hängig. Ein Grund sei die Verzögerungstaktik des Arbeitgebers, sagte die Frau aus.

Ihr Fall ist aus Sicht der Unia kein Einzelfall. 17 Jahre nach Inkrafttreten des Gleichstellungsgesetzes würden Frauen in vielen Branchen immer noch systematisch diskriminiert.

Entscheid des Bundesrates begrüsst

Die Gewerkschaft begrüsst es deshalb, dass der Bundesrat im Herbst entschieden hatte, gesetzlich gegen die Lohndiskriminierung von Frauen vorzugehen. Unternehmen mit mehr als 50 Angestellten sollen verpflichtet werden, regelmässig Lohnanalysen durchzuführen. Der Vorschlag gehe in die richtige Richtung, reiche aber nicht aus, heisst es in der Mitteilung weiter.

Um den Druck auf Bundesrat und Parlament zu erhöhen, ruft ein Frauenbündnis am 7. März zu einer Kundgebung auf. Neben etablierten Frauendachorganisationen beteiligen sich auch linke Parteien und die CVP Frauen daran.

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SDA-ATS