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Gläubiger drängen auf Zahlungsausfall von Venezuela

Gläubiger setzen die venezolanische Regierung von Präsident Nicolás Maduro unter Druck und fordern die formale Feststellung eines Zahlungsausfalls.

KEYSTONE/EPA PRENSA MIRAFLORES/EFE/MIRAFLORES HANDOUT

(sda-ats)

Venezuela gerät wegen seiner Schuldenprobleme immer mehr unter Druck. Gläubiger des lateinamerikanischen Landes beantragten am Mittwoch bei der in New York ansässigen Derivateorganisation Isda, einen Zahlungsausfall des staatlichen Energiekonzerns PDVSA festzustellen.

Damit könnten Inhaber von Kreditausfallversicherungen ihr Geld bekommen. Ein derartiger Entscheid könnte die Lage aber noch undurchsichtiger machen.

Hintergrund des Schrittes ist, dass in der vergangenen Woche eine Zahlung für eine PDVSA-Anleihe in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar fällig gewesen wäre. Es ist aber nach wie unklar, ob diese pünktlich geleistet wurde. Präsident Nicolas Maduro hatte von den Gläubigern eine Umschuldung aller künftigen Zahlungen verlangt, womit die Regierung mehr Geld für die notleidende Bevölkerung aufbringen will.

Venezuela hat zwar grosse Erdölreserven. Die Förderung wird aber durch einen Mangel an Investitionen beeinträchtigt. Zudem ist der Erdölpreis weit von früheren Höchstwerten entfernt. Experten gehen davon aus, dass Venezuela früher oder später in die Staatspleite rutscht. Danach könnte das Land über Jahre von den internationalen Kapitalmärkten abgeschnitten sein.

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