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Gökhan Inler wechselt innerhalb der türkischen Liga den Verein. Der Ex-Nati-Captain zieht von Meister Besiktas Istanbul zu Basaksehir weiter und will in die Nationalmannschaft zurück.

Der defensive Mittelfeldspieler hat 24 ungewöhnliche Monate hinter sich. Nach dem englischen Titelmärchen mit Leicester gewann er auch mit Besiktas die Meister-Trophäe. Die persönliche Entwicklung passte allerdings nicht zu den Meriten: Auf ganze 336 Minuten Einsatzzeit kam er in zwei Liga-Jahren.

Nun erhält er unverhofft die Chance, sich im Herbst seiner Karriere noch einmal gut in Szene zu setzen. In rund zehn Tagen greift er mit seiner neuen Equipe in der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Brügge erstmals ein. Erstmals seit seiner Ausladung aus der Nationalmannschaft im März vor der EM-Endrunde 2016 äusserte er sich gegenüber der Nachrichtenagentur sda in der Öffentlichkeit: "Für meine Karriere ist dieser Schritt sehr wichtig. Ich spürte bei den Gesprächen eine Wertschätzung, deshalb habe ich mich für diesen Verein entschieden."

Inler formulierte auch ein bemerkenswertes Ziel: "Ich will spielen und vor allem will ich in die Schweizer Nationalmannschaft zurück, das Team fehlt mir."

Nur wenige Tage nach der vorzeitigen Vertragsauflösung beim Titelhalter verlegt der 33-jährige Solothurner seinen Arbeitsort etwas weiter weg vom Bosporus in den Landkreis Basaksehir. Dort ist ein Klub beheimatet, der sich in jüngerer Vergangenheit von einer kaum beachteten Sport-Filiale der lokalen Stadt-Verwaltung zu einer führenden türkischen Adresse entwickelt hat.

Mehrere Namensänderungen und sportliche Turbulenzen liegen hinter dem neuen Arbeitgeber von Inler. 2013 stürzte die Organisation von Istanbul BB in die Zweitklassigkeit ab, tauchte allerdings nur zwölf Monate später unter dem neuen Namen Basaksehir Futbol Kulübü wieder in der Elite auf.

Verschiedene mediale Beobachter behaupten immer wieder, die Nummer 2 der Süper Lig stehe dem türkischen Machthaber Recep Tayyip Erdogan nahe und habe bereits mehrfach von sportpolitisch bedingten Verbands-Urteilen profitiert.

Fakt ist, dass das an allen Fronten aufgerüstete Team des früheren türkischen Nationaltrainers Abdullah Avci seit dem Umzug ins Fatih-Terim-Stadion zu den Top 4 des Landes gehört. In der letzten Kampagne kam der Emporkömmling sogar dem erstmaligen Titelgewinn sehr nahe.

SDA-ATS