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Gotthard-Komitee fordert Ausbau der Neat-Zufahrten

Die 13 im Gotthard-Komitee zusammengeschlossenen Kantone haben am Donnerstag in Bellinzona eine Erklärung unterschrieben. Sie fordern darin Bundesrat und Parlament auf, sich für einen Ausbau der Neat-Zufahrtsstrecken bis zum Jahr 2020 und einen effektiven Lärmschutz einzusetzen.

Es müssten rechtzeitig Massnahmen gegen die sich abzeichnenden Kapazitätsengpässe im Schienenverkehr auf der Gotthard-Achse ergriffen werden, heisst es in der Erklärung. Eine Neat "light" ohne leistungsfähige Zufahrten würde zu einer Verdrängung des Regionalverkehrs führen.

Das Ziel, den Güterverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern, gelinge zudem nur, wenn durchgängig Wagenprofile mit vier Metern Eckhöhe verkehren könnten. Dies sei bisher nicht der Fall. Entsprechend müssten Mittel bereit gestellt werden, diese Lücken im System zu schliessen.

Lärmschutz: Druck auf EU ausüben

Ein weiteres Anliegen der 13 Gotthard-Kantone ist der Lärmschutz. Der Güterverkehr führt gemäss Communiqué mitten durch Dörfer und Siedlungsgebiete. Es sei absehbar, dass die Anwohner in Zukunft zusätzlichen Emissionen und Risiken ausgesetzt würden.

Der Bund müsse sich daher bei der Europäischen Union dafür einsetzen, dass international verkehrende Eisenbahnwagen mindestens nach den schweizerischen Lärmschutzvorschriften saniert würden. Weiter müsse der Bundesrat die nationale Autonomie in der Trassenvergabe- und Tarifpolitik verteidigen.

Nach Ansicht der Gotthard-Kantone läuft die Schweiz ansonsten Gefahr, dass über europäische Regelungen zwischen Rotterdam und Genua der Güterverkehr bei der Trassenzuteilung gegenüber dem Personenverkehr priorisiert wird.

Hans-Peter Wessels neuer Präsident des Gotthard Komitees

Die Unterzeichnung der "Erklärung von Bellinzona" erfolgte im Rahmen der Generalversammlung des Gotthard-Komitees im Castelgrande in Bellinzona.

Zu diesem Anlass wurde auch die Wahl eines neuen Präsidenten des Komitees bekannt gegeben. Regierungsrat Hans-Peter Wessels (BS) löst dabei den bisherigen Präsidenten, alt Regierungsrat Lorenz Bösch (SZ), ab.

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