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Der finanziell gebeutelte Grasshopper Club Zürich ist im Aargau nicht erwünscht. Die Gemeinde Suhr AG, auf deren Gebiet das Stadion Brügglifeld steht, will den Club nicht. Emmen LU hingegen zeigt Interesse an Zusatzeinnahmen - spätestens am Dienstag will man sich mit GC treffen.

Erst am Montag hatte GC verkündet, er wolle das Zürcher Stadion Letzigrund definitiv verlassen und nach Aarau oder Emmenbrücke LU ins Exil gehen. Doch die Gemeinde Suhr AG als Standortgemeinde des Stadions Brügglifeld will davon nichts wissen.

"Der Gemeinderat hat beschlossen, dass er keine GC-Spiele auf dem Brügglifeld will", sagte der Suhrer Gemeindepräsident Beat Rüetschi am Mittwoch auf Anfrage der SDA. Er bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Mit GC im Stadion würden doppelt so viele Spiele stattfinden, sagte Rüetschi. Wohin das führe, habe man gesehen, als der FC Aarau in der Super League spielte: "Solche Saubannerzüge zum Bahnhof Aarau brauchen wir nicht mehr." Denn das Stadion grenzt direkt an ein Wohnquartier.

Pinkler von den Stehplätzen

Kein Wunder also, ist auch die Bevölkerung skeptisch. Gegenüber der Sendung "Schweiz aktuell" von des Schweizer Fernsehens äusserten mehrere Anwohner ihre Bedenken - unter anderem, weil die männlichen Fans der Stehtribüne offenbar häufig in private Gärten urinieren.

Der FC Aarau hingegen sähe GC gern in seinem Stadion, weil er sich durch die bessere Auslastung der Anlage finanzielle Vorteile verspricht. Er ist deshalb an die Aarauer Stadtregierung gelangt mit dem Begehren, den Grasshoppers zu helfen.

Wann genau der Stadtrat die Anfrage behandelt, steht noch nicht fest, wie Stadtschreiber Martin Gossweiler zur SDA sagte. Frühestens ist dies am kommenden Montag der Fall.

Der Einfluss des Stadtrats ist jedoch gering. Er kann sich vorab zu Fragen der Sicherheit und des Verkehrs äussern, nicht aber zur Stadionnutzung.

Die Grasshoppers schweigen

Im Kanton Luzern stehen die Türen für die Zürcher bislang etwas weiter offen als im Aargau. GC könnte im Stadion Gersag in Emmenbrücke (Emmen LU) spielen, wo der FC Luzern vorübergehend seine Heimspiele austrägt.

Bis spätestens nächsten Dienstag wollen sich die Emmer mit der GC-Spitze zu Verhandlungen treffen, wie der für Finanzen zuständige Gemeinderat Urs Dickerhof zur SDA sagte.

"Emmen musste ein Sparpaket von sechs Millionen Franken schnüren; wenn uns GC zusätzliche Einnahmen bringt, müssen wir das sicher anschauen", sagte Dickerhof und bestätigte damit einen Bericht von "Tages-Anzeiger" und "Bund".

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SDA-ATS