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Der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos hat der Türkei in der Flüchtlingskrise scharf kritisiert. Er bemängelt fehlende Fortschritte bei der Eindämmung des Flüchtlingssturms und wirft den Behörden vor, mit Menschenschmugglern gemeinsame Sache zu machen.

"Ich hege die starke Befürchtung, dass die türkischen Menschenschmuggler Unterstützung von den Behörden bekommen", sagte Pavlopoulos der "Süddeutschen Zeitung" laut Vorabbericht aus der Montagausgabe. "Vor allem die Hafenbehörden tun so, als ob sie nichts mitbekämen. Wir haben Beweise dafür."

Griechenland stelle zudem Bedingungen für die Zahlung seines Anteils an den drei Milliarden Euro, die die Türkei für die Flüchtlingshilfe im Gegenzug für eine bessere Grenzsicherung bekommen solle. "Griechenland wird all seine Verpflichtungen erfüllen, wenn die Türkei ihre Verpflichtungen erfüllt hat. Bislang hat die Türkei nicht geliefert."

Vor wenigen Tagen hatte sich bereits die EU-Kommission angesichts nahezu unverändert hoher Flüchtlingszahlen unzufrieden mit der Türkei gezeigt.

Pavlopoulos wird am Montag in Berlin erwartet. Geplant ist unter anderem ein Treffen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel.

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SDA-ATS