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Die weiterhin ungelöste Schuldenkrise Griechenlands hat den Euro zum Franken am Pfingstmontag auf ein Rekordtief gedrückt. Die Gemeinschaftswährung verlor bis zu 0,6 Prozent auf 1.2004 Franken und notierte damit so niedrig wie nie zuvor.

Der Abwärtstrend hatte an Fahrt gewonnen, nachdem der Euro den bisherigen Tiefststand 1.2049 Franken unterschritten hatte, wodurch Händlern zufolge Anschlussverkäufe ausgelöst wurden. Am Dienstagmorgen notierte die EU-Währung gemäss der Internetbank Swissquote bei 1.2070 Franken.

Analysten rechnen mit einem noch weitaus stärkeren Kursrutsch, wenn die Gemeinschaftswährung unter 1.20 Franken fallen sollte, da viele Optionsgeschäfte auf dieser Marke basierten. Der Franken gilt in unsicheren Zeiten gemeinhin als sicherer Anlagehafen.

Lösung für Griechenland erforderlich

"Was der Euro braucht, ist eine Lösung für die griechische Krise", sagte Währungsstratege Kit Juckes von der Bank Société Générale. "Es sieht nicht so aus, als stünden Politiker und Zentralbanker kurz davor."

Diese Unsicherheit laste auf dem Euro. Er gehe davon aus, dass er zunächst in einer Spanne zwischen 1.40 bis 1.47 Dollar feststecken werde, sagte Juckes.

Zur US-Währung notierte der Euro bei 1.4384 Dollar und damit etwas fester als zum Handelsschluss in der Vorwoche, als er deutlich nach unten gegangen war.

Teure Versicherung

Zugleich verteuerten sich Ausfallversicherungen (CDS) für griechische Staatsanleihen weiter. Die CDS kletterten nach Angaben des Datenanbieters Markit um 32 Basispunkte auf ein Allzeithoch von 1575 Basispunkten. Das bedeutet, dass die Versicherung eines zehn Mio. Euro schweren Bond-Paketes inzwischen 1,575 Mio. Euro kostet.

Auch die Versicherungskosten für portugiesische und irische Papiere stiegen auf neue Rekordstände. Im Gegenzug setzten Anleger auf die als sichere Anlage geltenden deutsche Bundesanleihen. Der Bund-Future präsentierte sich nach seinem deutlichen Kurssprung vom Freitag stabil bei 125,93 Zählern.

Ringen um Umschuldung

Seit Wochen ringen Politiker und Finanzexperten aus der Eurozone und vom Internationalen Währungsfonds (IWF) um eine Lösung für die prekäre Haushaltslage Griechenlands. Investoren stellen sich zunehmend auf eine Umschuldung ein und versuchen sich für dieses Szenario abzusichern. Nach den Worten von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker führt kein Weg an einer sanften Umschuldung Griechenlands vorbei.

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SDA-ATS