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An der Athener Börse geht es abwärts, die Sorgen um die Zukunft des Landes wachsen wieder. Doch es gibt auch gute Nachrichten aus dem Krisenland: Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige - der Tourismus - boomt.

Dieses Jahr wird ein Rekord von mehr als 20 Millionen Touristen erwartet. "Damit wird unser Bereich fast 20 Prozent des Bruttoinlandproduktes erwirtschaften", erklärte kürzlich der Chef des Verbandes der griechischen Tourismusunternehmen, Andreas Andreadis.

"Es ist Mitte Oktober und wenn ich mich umschaue, habe ich den Eindruck, wir befinden uns noch in der Hochsaison", sagt Hotelier Dimitris Skalidis aus der Touristenstadt Nafplion auf der Halbinsel Peloponnes. Seine zwei Hotels sind bis Anfang November ausgebucht.

Schwindelerregende Preise

Hollywood-Stars, Weltklasse-Fussballspieler und Unternehmer vor allem aus dem östlichen Mittelmeer und den Golfstaaten geniessen das "süsse Leben" á la Ägäis auf den Jet-Set-Inseln Santorini und Mykonos. Die Preise sind allerdings schwindelerregend. Ein Luxuszimmer mit Blick aufs Meer kann mehr als 3000 Euro pro Tag kosten.

Auf kleineren, weniger bekannten Inseln wie Antiparos oder Milos können Feriengäste dagegen für 30 bis 40 Euro pro Nacht ein Quartier finden. Auch in Athen gibt es Zimmer für unter 40 Euro pro Nacht.

In der Vergangenheit hatten viele Hotels und Tavernen so manchen Besucher mit hohen Preisen und schlechtem Service enttäuscht. Doch das habe sich geändert, sagt Hoteldirektor Christos Pilatakis von der Insel Rhodos. "Gute Preise, netter Service und die traditionelle Gastfreundschaft der Griechen haben die Wende gebracht." Zudem hätten die Krisen in Nordafrika und im Nahen Osten viele Touristen bewogen, Ferienziele wie Griechenland zu wählen.

Verzögerte Lohnzahlungen

Viele junge Griechen fanden dank des Booms in diesem Sommer für ein paar Monate Arbeit. Es gibt allerdings auch Schattenseiten: Die Verbände der Hotelangestellten protestieren, weil einige Hoteliers im Rückstand mit den Zahlungen an ihr Personal sind. Manche Unternehmer wollen ihre Angestellte erst nach Ende der Saison im November bezahlen. Der Hotelierverband sagt, dies seien Einzelfälle.

Auch 2015 rechnet die Branche mit einem Rekordjahr für den griechischen Tourismus. Derweil treibt Investoren die Sorge vor einem Machtwechsel in Athen um: Die radikale Linke (Syriza) liegt in Umfragen deutlich vor der Regierungskoalition unter Premier Antonis Samaras.

Manche fürchten, sie könnte die im Februar anstehende Wahl des Präsidenten blockieren und so Neuwahlen des Parlaments erzwingen. Dies beunruhigt auch die Tourismusbranche: "Was wir jetzt brauchen ist politische Stabilität", sagt Hotelier Skalidis.

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SDA-ATS