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Grösste Finanzpleite seit Lehman Brothers: CIT geht in Insolvenz

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2009 - 00:21 publiziert
(Keystone-SDA)

New York - Der wichtige US-Finanzierer CIT hat bei einem Gericht in New York einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Es handelt sich um die grösste Pleite eines US-Finanzhauses seit dem Aus der Investmentbank Lehman Brothers vor gut einem Jahr.
Mit dem geordneten Verfahren nach dem sogenannten "Chapter 11" will die Mittelstandsbank nun mit Hilfe des US-Investors Carl Icahn Altlasten abwerfen und den Neustart versuchen.
Das Unternehmen hat sich mit Icahn auf eine Milliardengarantie samt Rettungsplan geeinigt. Icahn stellt CIT zunächst eine Milliarde Dollar bereit, um den Weiterbetrieb des Unternehmens während der Neustrukturierung sicherzustellen.
Die Insolvenz ermöglicht es CIT, den Betrieb weiterzuführen, wie Unternehmenschef Jeffrey Peek mitteilte. CIT will nach eigenen Angaben binnen zwei Monaten wieder aus dem Insolvenzverfahren heraus sein.
Der Restrukturierungsplan, den die Unternehmensleitung am Sonntag verabschiedete, sieht vor, die Ausstände im Umfang von zehn Milliarden Dollar zu bereinigen.
CIT ist durch die Finanzkrise und Managementfehler ins Trudeln geraten. Insgesamt ist die CIT-Pleite die fünftgrösste Firmenpleite in den USA nach denen von Lehman Brothers, Washington Mutual und General Motors 2008 sowie WorldCom 2002.
Die Aktiven von CIT werden auf 71 Milliarden Dollar geschätzt, die Ausstände auf 68 Milliarden Dollar. CIT finanziert rund eine Million kleinere und mittelständische Firmen.
Im Dezember hatte die Bank 2,3 Milliarden Dollar Staatshilfe aus dem US-Bankenrettungsfonds erhalten. In der vergangenen Woche hatten wichtige Gläubiger nochmals Überbrückungskredite in Höhe von insgesamt 4,5 Milliarden Dollar zugesagt.

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