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In der Ukraine haben Regierungstruppen einen Grossangriff auf den umkämpften Flughafen der Stadt Donezk gestartet. Das Gebiet wurde nach Angaben des Militärs vom Sonntag weitgehend zurückerobert.

Der Flughafen war bis zu jüngsten Geländegewinnen der Rebellen lange in der Hand der Regierungstruppen, obwohl Aufständische die ostukrainische Stadt Donezk selbst unter Kontrolle haben. Dort nahmen nach Angaben von Bewohnern auch Kämpfe in der Nähe von Wohngebieten zu. Prorussische Rebellen hätten aus Siedlungen heraus Granaten abgefeuert, hiess es. Dem Innenministerium in Kiew zufolge starben bei einem Raketeneinschlag ein Kind und ein Jugendlicher.

Der Flughafen von Donezk ist durch die monatelangen Kämpfe stark zerstört und schon lange nicht mehr in Betrieb. Seine Rückeroberung ist aber ein psychologisch wichtiger Sieg für die Regierungstruppen.

Der ukrainische Militärsprecher Andrej Lysenko sagte am Sonntag in Kiew, die Streitkräfte hätten damit auch nicht gegen das Abkommen von Minsk verstossen. Nach der jüngsten Offensive verlaufe die Front wieder entlang der Linie, die damals gegolten habe.

Rebellenführer Alexander Sachartschenko warf der Regierung vor, sie wolle die Auseinandersetzungen wieder zu einem Krieg eskalieren lassen. Er machte die Regierungstruppen für den Beschuss von Gebieten rund um Donezk verantwortlich.

Mit der jüngsten Militäroffensive rücken die Kämpfe näher an die Industriemetropole heran. Der Beschuss der Umgebung nahm zu. Im 60 Kilometer entfernten Wuhlehirsk starben laut Regierung zwei Brüder im Alter von sieben und 16 Jahren, als eine Rakete in ein Haus einschlug. Ihre achtjährige Schwester wurde verletzt. Regierungstruppen kontrollieren den Ort.

Poroschenko unnachgiebig

In Kiew versammelten sich mehrere Tausend Menschen zu einer Kundgebung. Aufgerufen zu dem "Friedensmarsch" hatte die Regierung, die den 13 bei einem Anschlag auf einen Reisebus getöteten Personen gedenken wollte. Sie macht dafür die Rebellen verantwortlich.

Bei der Veranstaltung gab sich Präsident Petro Poroschenko unnachgiebig: Die Regierung werde kein Stück Land aufgeben. "Wir werden den Donbass zurückerobern", sagte er mit Blick auf die Region rund um Donezk.

Der russische Präsident Wladimir Putin zeigte sich besorgt über die jüngste Eskalation. Ein Sprecher des Präsidialamtes sagte der Nachrichtenagentur Interfax zufolge, die Entwicklung trage in keiner Weise zur Umsetzung des Minsker Abkommens und zur Suche nach einer Lösung des Konflikts bei.

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SDA-ATS