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Raketenpräsentation an der Militärparade zum "Tag der Sonne" in Pjöngjang - nur wenige Stunden scheiterte ein neuer Raketentest Nordkoreas.

KEYSTONE/EPA/HOW HWEE YOUNG

(sda-ats)

Grossbritannien hat sich "besorgt" über den neuen nordkoreanischen Raketentest geäussert. Die britische Regierung verfolge die Situation sehr aufmerksam, erklärte das Aussenministerium in London.

Aussenminister Boris Johnson forderte Nordkorea am Sonntag auf, sein Atomwaffenprogramm zu beenden und UNO-Resolutionen zu befolgen, die zur Sicherung von "Frieden und Stabilität" in der Region beschlossen worden seien.

Nordkorea hatte zuvor wie befürchtet eine Rakete getestet. Nach Angaben des südkoreanischen und des US-Verteidigungsministeriums scheiterte dieser jedoch: Die Rakete explodierte unmittelbar nach dem Start.

Das Verteidigungsministerium in Seoul erklärte am Sonntag, Nordkorea habe am Morgen versucht, "einen unbestimmten Raketentyp vom Bereich Sinpo in der südlichen Provinz Hamkyong aus zu testen, aber wir vermuten, dass der Abschuss gescheitert ist". Das Ministerium analysiere den Raketentest, um weitere Details zu erfahren.

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte das Scheitern. Nordkorea habe anscheinend versucht, eine ballistische Rakete abzufeuern, diese sei jedoch "fast sofort explodiert", sagte ein Sprecher des US-Pazifik-Kommandos am Samstag (Ortszeit) in Washington. Die Rakete sei in der Nähe von Sinpo abgeschossen worden.

Symbolisches Säbelrasseln

Weltweit war ohnehin befürchtet worden, dass die nordkoreanische Führung anlässlich des 105. Geburtstags des Staatsgründers Kim Il Sung eine Rakete oder sogar eine Atomwaffe testen könnte. Bei einer Militärparade in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang waren am Samstag 56 Raketen verschiedener Bauart präsentiert worden, darunter möglicherweise auch auch eine neue ballistische Interkontinentalrakete.

Der Konflikt um das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm hatte sich zuletzt verschärft. US-Präsident Donald Trump drohte, die USA seien notfalls zu einem Alleingang bereit, wenn China nicht den Druck auf seine Verbündeten in Pjöngjang erhöhe. Washington kündigte an, wegen der Gefahr aus Nordkorea "militärische Optionen" zu prüfen. Vergangene Woche schickte die US-Armee einen Flugzeugträger und mehrere Kriegsschiffe zur Koreanischen Halbinsel.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verschärft seit einiger Zeit die Provokationen gegen den Westen.

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SDA-ATS