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Grosse Trauer um den am Sonntag überraschend aus dem Leben geschiedenen Sternekoch Benoît Violier: Rund 1500 Trauergäste haben am Freitag in der Kathedrale von Lausanne von einem der besten Köche der Welt Abschied genommen.

Familie, Freunde und zahlreiche Persönlichkeiten aus der Welt der Gastronomie, des Sports und der Politik haben am Freitag um den letzten Chef des Restaurants "L'Hôtel de Ville" in Crissier (VD) getrauert. Mindestens 1500 Menschen sassen oder standen dichtgedrängt in der Kathedrale. Eine so unglaubliche grosse Menge an Menschen habe er noch nie gesehen, sagte der Organist.

Violier hatte sich am Sonntag im Alter von 44 Jahren mit einer Schusswaffe überraschend das Leben genommen. Er hinterlässt seine Frau und einen zwölfjährigen Sohn.

Zahlreiche Persönlichkeiten, darunter die berühmten Küchenchefs Frédy Girardet, Anton Mosimann, Anne-Sophie Pic, Marc Veyrat und Joël Robuchon, waren gekommen, um ihrem Berufskollegen die letzte Ehre zu erweisen. Auch der ehemalige Skistar Didier Cuche und der Tennisspieler Jakob Hlasek nahmen am letzten Geleit teil.

Die Waadtländer Regierung war mit Pierre-Yves Maillard, Pascal Broulis, Anne-Catherine Lyon, Nuria Goritte und Jacqueline de Quattro vertreten. An der Trauerfeier anwesend waren auch die rund 50 Mitarbeitenden des Restaurants "Hôtel de Ville" sowie Violiers Freund und Teilhaber André Kudelski.

Violier hatte 2012 mit seiner Frau Brigitte das Restaurant "L'Hôtel de Ville" in Crissier von Philippe Rochat übernommen, der vor sieben Monaten beim Velofahren einem Herzinfarkt erlegen war. An der Trauerfeier für Rochat hatte letztes Jahr auch Violier teilgenommen.

Violier war vom Restaurantführer GaultMillau bereits im ersten Jahr nach der Übernahme von Rochat mit 19 von 20 Sternen ausgezeichnet worden. 2013 wurde er zum "Koch des Jahres" gekrönt. Michelin verlieh dem "L'Hôtel de Ville" drei Sterne. Erst im Dezember war das "L'Hôtel de Ville" zum besten Restaurant der Welt gekürt worden.

Der erst vor kurzem in der Waadt eingebürgerte Benoît Violier stammte ursprünglich aus dem französischen Saintes en Charente-Maritime. Am Samstag soll er in Frankreich neben dem Grab seines Vaters beigesetzt werden, der vergangenes Jahr gestorben ist.

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SDA-ATS