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Edgar Froese, Gründer der deutschen Elektropop-Band Tangerine Dream, ist tot. Froese sei bereits am vergangenen Dienstag im Alter von 70 Jahren in Wien an den Folgen einer Lungenembolie gestorben, teilte die Band am Samstag auf ihrer Internetseite mit.

"Der Kapitän hat das Schiff verlassen", wird Froeses Sohn Jerome auf der Facebook-Seite der Band zitiert. Tangerine Dream feierte mit ihrem futuristischen Sound weltweit Erfolge und veröffentlichte mehr als 130 Platten.

Mit etlichen Alben, wie der Debüt-LP "Electronic Meditation" (1970) und "Force Mayeur" von 1979, schrieb sie Musikgeschichte. Neben Kraftwerk zählt die Band zu den wichtigsten Vertretern elektronischer Musik aus Deutschland. Sie wurde mehrmals für den Grammy nominiert.

Tangerine Dream schrieben auch zahlreiche Filmmusiken, darunter für Hollywood-Produktionen und für die Krimiserie "Tatort". 1980 trat das Projekt als eine der ersten westdeutschen Bands im Ost-Berliner Palast der Republik auf.

Der am 1944 in Tilsit geborene Froese wollte anfangs Künstler werden, er studierte an der Berliner Akademie der Künste Malerei und Grafik. Im Herbst 1967 hob er in der Hauptstadt, damals ein Zentrum der experimentellen Musik, Tangerine Dream aus der Taufe. Mitgründer waren Volker Hombach (Saxofon, Flöte), Lanse Hapshash (Schlagzeug), Charlie Prince (Gesang) und Kurt Herkenberg (Bass).

Die Fluktuation in dem Projekt war über die Jahre enorm. Um die 40 Musiker wirkten zeitweise mit, darunter so prominente wie der Klangpionier Klaus Schulze.

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SDA-ATS