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Die Grünen fordern, dass der Bund die Öffentlichkeit über den Transport von Schweizer Atomabfällen aus der Wiederaufbereitung in Frankreich ins Zwischenlager in Würenlingen AG informiert. Auch SP-Politiker verlangen mehr Klarheit.

Der Transport von Atommüll setze die Bevölkerung einem "untragbaren Risiko" aus, hielten Vertreter der Grünen am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Basel fest. Der Transport auf der Schiene führe in Basel durch dichtbesiedeltes Gebiet. Die Grünen kritisierten daher die mangelnde Information der Öffentlichkeit.

Ein weiterer Atommüll-Transport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ist derzeit auf dem Weg zum Zentralen Zwischenlager für radioaktive Abfälle (Zwilag) in Würenlingen AG. Nach Angaben der Grünen trafen die Container-Behälter am Donnerstag in Basel ein.

Sicherheit vor Information

Über solche Transporte orientieren die Behörden jeweils erst nach dem Eintreffen der Behälter in Würenlingen. Der Schutz des Transportes werde höher gewichtet als die Information, sagte Anton Treier, Mediensprecher des Eidgenössischen Nuklearsicherheits-Inspektorats (ENSI), auf Anfrage der SDA.

Es gehe um eine "Güterabwägung". Zwischen den Bundesbehörden, der Zwilag sowie den Kantonspolizeien beider Basel und Aargau bestehe eine entsprechende Vereinbarung, hielt Treier fest.

Das Bundesamt für Energie (BFE) erteile die Transportbewilligung. Das ENSI sei als Aufsichtsbehörde des Bundes für die Freigabe des Transportes und dessen Überwachung zuständig. Die Kantonspolizeien seien mit der Sicherung des Transportes beauftragt.

Zwei Transporte pro Jahr

Zuletzt waren im vergangenen Oktober drei je rund 115 Tonnen schwere Transportbehälter mit mittelradioaktiven Abfällen aus Frankreich im Zwischenlager eingetroffen. Die Transporte erfolgten bis zur Umladestation beim Zwischenlager auf der Schiene.

Die Edelstahlbehälter bleiben in den nächsten 30 bis 40 Jahren unter ständiger Kontrolle in Würenlingen. Träger des Zwischenlagers sind die Schweizer AKW-Betreiber. Bis und mit 2015 sind gemäss Zwilag noch zwei Transporte pro Jahr geplant.

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SDA-ATS