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Die Grünen regieren erstmals mit im Baselbiet: Ihr Kampfkandidat Isaac Reber hat überraschend den SVP-Baudirektor Jörg Krähenbühl aus der Exekutive verdrängt. Im Kantonsparlament verliert die FDP sechs Sitze; die SVP gewinnt drei dazu.

Das beste Resultat erzielte FDP-Sicherheitsdirektorin Sabine Pegoraro (31'148 Stimmen), vor SP-Bildungs- und Kulturdirektor Urs Wüthrich (30'138) und CVP-Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektor Peter Zwick (29'829). Der Grüne Reber (28'444) liegt auch noch vor FDP-Finanzdirektor Adrian Ballmer (27'028).

Hinter diesen fünf Gewählten folgt Krähenbühl (25'946). SP-Kampfkandidatin Pia Fankhauser (24'398) folgt als letzte offizielle Kandidatin. Das absolute Mehr von 21'908 Stimmen haben zwar alle sieben übertroffen; gewählt sind jedoch jeweils nur die fünf Bestplatzierten. Letztmals war 1950 ein Bisheriger abgewählt worden.

Die Wahlbeteiligung war mit 33,6 Prozent (Wahl 2007: 36,17 Prozent) tief. Auffällig viele Proteststimmen gingen dabei an "Diverse" - über zehn Prozent der gültigen Stimmen.

Reber sitzt seit bald elf Jahren im Kantonsparlament. Der Sprung in die Regierung ist für ihn eine "grosse Überraschung". Der Geograph und Raumplaner mit Jahrgang 1961 erklärt ihn mit der pragmatischen Politik seiner Partei; die Grünen hätten sich weit über Umweltthemen hinaus profiliert, etwa in der Finanz- und Spitalpolitik.

Parlament: Schwere Niederlage für FDP

Im Kantonsparlament löst die SVP die SP als stärkste Partei ab: Mit 3 Sitzgewinnen gegenüber den Wahlen 2007 hat die SVP im Landrat künftig 24 Sitze. Die SP folgt mit 21 Sitzen (-1), dahinter die FDP mit 14 (-6), die Grünen mit 12 (+1), die CVP mit 8 (-3) und die EVP mit weiterhin 4 Sitzen.

Die neu gegründeten Sektionen von BDP und GLP haben trotz wenig bekannten Köpfen beim ersten Anlauf reüssiert: Die BDP holt 4 und die GLP 3 Landrats-Sitze. Die SD verliert ihren letzten Sitz. Grosse Wahlverliererin ist die FDP, während die SVP ihren Vormarsch nicht ganz so stark fortsetzen kann.

Unter dem Strich behält die Linke 33 Sitze, die "Bürgerliche Zusammenarbeit" kommt auf 46 (-6) Sitze und die breiter gewordene Mitte auf 11 (+7) Sitze. Insgesamt bleibt das Baselbieter Parlament also bürgerlich dominiert.

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SDA-ATS