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In einer Zelle des Zürcher Polizeikaserne ist am Montagmorgen ein Häftling tot aufgefunden worden. Der 30-jährige Nigerianer war tags zuvor wegen Verdachts auf Drogendelikte verhaftet worden. Die Todesursache ist unklar.

Gefunden wurde der Mann um 6.30 Uhr. Wie die Kantonspolizei am Montag mitteilte, lag er leblos im Bett. Sanität und Notarzt konnten nur noch seinen Tod feststellen.

Erste Abklärungen hatten den dringenden Verdacht nahegelegt, dass der Mann mit Drogen gefüllte Fingerlinge geschluckt hatte. Wie der Informationschef der Kantonspolizei, Marcel Strebel, auf Anfrage sagte, habe man mit Hilfe einer Röntgenaufnahme zwar das Vorhandensein der Fingerlinge festgestellt, kannte aber deren Inhalt noch nicht.

Personen mit Fingerlingen im Körper werden laut Strebel in einer speziellen Zelle untergebracht, wo sie die ausgeschiedenen Päckchen nicht wegspülen können: In der Zelle gibt es keine Toilette. Auf Verlangen kann der Häftling ein WC in einem überwachten Nebenraum benutzen.

Obwohl bereits am späteren Sonntagnachmittag verhaftet, habe der Mann die Toilette die ganze Nacht nicht benutzt, sagte Strebel. Wann er starb, ob Fingerlinge im Körperinneren platzten oder was sonst die Todesursache war, wird vom Institut für Rechtsmedizin abgeklärt.

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SDA-ATS