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Das krisengeschüttelte Haiti hat am Sonntag unter starker Beteiligung und überwiegend friedlich eine neue Präsidentschaft und ein neues Parlament gewählt. Bei vereinzelten Zusammenstössen zwischen Anhängern der konkurrierenden Kandidaten starben zwei Menschen.

Nach Behördenangaben und Medienberichten kam ein 25-Jähriger im Département Nord-West ums Leben, als ein Unbekannter vor einem Wahlbüro das Feuer auf ihn eröffnete. Eine weitere Person starb im Département Artibonite im Zentrum des Landes.

Mehrere tausend Mann der haitianischen Polizei und der UNO-Stabilisierungstruppe MINUSTAH gewährleisteten die Sicherheit an diesem historischen Tag.

"Die Demokratie hat gesiegt", sagte der Chef des Wahlrates, Gaillot Dorsinval, in der Nacht zum Montag. Er forderte die Kandidaten auf, der Auszählung nicht vorzugreifen und sich vorzeitig zu Siegern zu erklären. Nur der Wahlrat habe das Recht, die Ergebnisse mitzuteilen. Das offizielle Ergebnis soll am 16. April verkündet werden.

Musiker gegen Juristin

Um das Amt des Präsidenten kämpften in der Stichwahl der Musiker Michel Martelly und die Juristin Mirland Manigat. Nach jüngsten Umfragen hatte Martelly vorne gelegen. Auch die beiden Kammern des Parlaments, der Senat und die Deputiertenkammer, wurden neu gewählt.

Zu Beginn des Wahltages war es wie schon beim ersten Durchgang im vergangenen November zu Verzögerungen gekommen, weil in zahlreichen Stimmlokalen das Wahlmaterial nicht vollständig angeliefert worden war. Deshalb und wegen der regen Beteiligung wurde die Wahl um eine Stunde verlängert.

MINUSTAH-Chef Edmond Mulet sagte bei einem Besuch in einem Stimmlokal: "Die Menschen wissen, dass heute ein grosser Moment für Haiti ist." Die Verzögerungen seien korrigiert worden.

Wyclef Jean angeschossen

Kurz vor Beginn des für Haiti so wichtigen Urnenganges wurde der Rapper Wyclef Jean angeschossen und an der rechten Hand leicht verletzt. Jean hielt sich in Haiti auf, um seinen Freund Martelly beim Kampf um die Präsidentschaft zu unterstützen.

Die Abstimmung wurde auch von der Ankündigung des früheren Präsidenten Jean-Bertrand Aristide überschattet, sich wieder in die Politik des Karibikstaates einzumischen.

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SDA-ATS