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Tel Aviv - Israelische Soldaten haben während einer Razzia im Westjordanland ein hochrangiges Mitglied der radikal-islamischen Hamas-Organisation getötet. Die Soldaten hätten Ijad Assad Ahmed Abu Salamia in dessen Haus in der Palästinenserstadt Tulkarem festnehmen wollen.
Dies sagte eine Armeesprecherin am Freitag in Tel Aviv. Der Palästinenser habe eine Aufforderung der Soldaten, sich nicht zu bewegen, ignoriert und sei statt dessen in ihre Richtung gerannt.
Die Soldaten hatten nach Angaben der Sprecherin Angst und eröffneten deshalb das Feuer. Der Vorfall werde untersucht. Das ranghohe Hamas-Mitglied hat nach israelischen Armeeangaben bereits mehrere Jahre im Gefängnis wegen so genannter militanter Aktivitäten verbracht.
Der tödliche Zwischenfall überschattet die gerade erst aufgenommenen direkten Friedensgespräche zwischen Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Die Palästinenserführung fordert von Israel, auf Razzien und Festnahmen in autonomen Palästinenserstädten im Westjordanland grundsätzlich zu verzichten.
Israel hat vor dem jüdischen Feiertag Jom Kippur wieder das Westjordanland abgeriegelt. Der Versöhnungstag ist der höchste Feiertag im Judentum. Er beginnt heute (Freitag) mit dem Sonnenuntergang und dauert bis Sonnenuntergang am Samstag. Das öffentliche Leben in Israel kommt dabei vollständig zum Stillstand.

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SDA-ATS