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Sitten - Der Hausarrest von Bernard Rappaz hat gut 44'000 Franken gekostet - rund 1460 Franken pro Tag. Die Rechnung dafür geht an den Hanfbauer. Dies erklärte die Walliser Sicherheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten am Freitag dem Kantonsparlament.
Rappaz hatte rund 30 Tage auf seiner Farm in Saxon VS im Hausarrest verbracht. Dafür wurde eine private Sicherheitsfirma mit der Überwachung Rappaz' beauftragt. Die Kosten dafür belaufen sich auf 42'000 Franken. Der Restbetrag beinhaltet die Kosten für zusätzlich eingesetzte Polizisten und für das Material zur Sicherung der Umgebung.
Zudem erklärte Waeber-Kalbermatten Rappaz müsse auch einen Teil der Spitalkosten - rund 16'000 Franken - tragen. Wegen seines Hungerstreiks war der Hanfbauer zuerst ins Genfer Unispital eingeliefert und später ins Berner Inselspital verlegt worden.
Im Parlament war die Sicherheitsdirektorin auch auf die mögliche Zwangsernährung Rappaz' angesprochen worden. Sie konnte jedoch nicht sagen, wie diese schliesslich durchgeführt werden sollte. Sie verwies lediglich darauf, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Zwangsernährung nicht ausschliesse. Zudem erklärte sie, sie habe bei ihren Entscheidungen die Unterstützung des Gesamtregierungsrates.
Rappaz befindet sich zurzeit wieder im Gefängnis, wo er Ende August erneut in den Hungerstreik getreten ist. Als das Bundesgericht in Lausanne am 26. August seine Beschwerde - ihm einen Haftunterbruch zu gewähren - abgelehnt hatte, liess ihn die Walliser Regierungsrätin umgehend zurück ins Gefängnis bringen. Zudem hatten die Lausanner Richter Grünes Licht für eine Zwangsernährung gegeben.

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SDA-ATS