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Beschneien, was das Zeug hält: Neben den Pisten liegt aber wenig Schmee, was die Unfallgefahr erhöht. (Symbolbild)

KEYSTONE/APA/BARBARA GINDL

(sda-ats)

Wenig Schnee, Engpässe, harte Unterlage: Die Verhältnisse auf den Schweizer Pisten derzeit erfordern von den Wintersportlerinnen und Wintersportler mehr Aufmerksamkeit. Die Verletzungsgefahr ist hoch.

Im Kantonsspital in Chur ist die aktuelle Situation auf den Skipisten in der Notfallstation abgebildet: "Wir haben mehr Schwerverletzte als vor einem Jahr, als die Wetterlage sehr ähnlich war", sagte Christoph Sommer, Chefarzt der Unfallchirurgie, am Freitag auf Anfrage. In den letzten zehn Tagen seien etwa 30 verletzte Wintersportler hospitalisiert worden, darunter fünf Schwerverletzte.

Wenig Schnee, gutes Wetter, viele Leute: Das ist der Mix, bei dem die Unfallgefahr besonders über die Festtage steigt. Sportlerinnen und Sportler sollten sich laut dem Churer Chefchirurgen bewusst sein, dass neben den meist künstlich beschneiten Pisten wenig Schnee liegt. Das kann bei Stürzen schwere Folgen haben.

So geschehen am letzten Samstag im Skigebiet der Weissen Arena in Laax GR. Ein 46-jähriger Mann stürzte Polizeiangaben zufolge auf der Talfahrt nach einer unübersichtlichen Kuppe rechts neben die Piste, wo er schwer verletzt liegen blieb.

Zehtausende Unfälle

Wintersport ist nach wie vor beliebt in der Schweiz. 2,5 Millionen Skifahrerinnen und Skifahrer sowie 370'000 Snowboarderinnen und Snowboarder schwingen laut Angaben der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) gelegentlich die Hänge hinunter. 65'000 von ihnen verletzten sich derart, dass sie vom Arzt behandelt werden müssen.

bfu-Erhebungen ergaben, dass Selbstunfälle den Grossteil der Verletzungen verursachen. Kollisionen machen lediglich sechs Prozent aus. Bei den Skifahrern ist nach einem Unfall am häufigsten das Knie verletzt, bei den Snowboardern sind die oberen Körperpartien wie Schultern oder Hände betroffen.

Das oberste Gebot der angepassten Fahrweise ist bei den gegenwärtigen Schneeverhältnissen besonders aktuell. Daneben empfiehlt die bfu den Wintersportlern, einen Helm aufzusetzen und darauf zu achten, dass die Skibindung korrekt eingestellt ist.

Sportberater Benedikt Heer von der bfu sagte am Freitag auf Anfrage der sda, bei den aktuellen Bedingungen sei es nicht auszuschliessen, dass es zu mehr Unfälle komme. Erhöhte Aufmerksamkeit auf den Pisten sei deshalb geboten.

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SDA-ATS