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Der Pharmazulieferer Lonza hat im vergangenen Jahr wegen des starken Frankens knapp weniger umgesetzt: Der Umsatz sank um 0,4 Prozent auf 2,68 Mrd. Franken. Der Gewinn nahm trotzdem um 1,8 Prozent auf 284 Mio. Fr. zu. CEO Stefan Borgas ist optimistisch.

Zu konstanten Wechselkursen gerechnet, stiegen Umsatz und Gewinn um 3,3 Prozent beziehungsweise 10,4 Prozent, wie Borgas am Mittwoch den Medien vorrechnete. Real bescherte der starke Franken Lonza beim Betriebsgewinn (EBIT) Transaktions- und Umrechnungsverluste von 28 Mio. Franken: Der EBIT ging um 1,6 Prozent auf 374 Mio. Fr. zurück (kursbereinigt: +5,8 Prozent).

Angesichts der heiklen Ausgangslage - im Oktober 2009 hatte die zuvor kräftig gewachsene Lonza eine Gewinnwarnung abgegeben und ein Restrukturierungsprogramm nachgeschoben - wertete Borgas die Zahlen von 2010 nun als positiv. Der anhaltend ungnädigen Börse gönnt Lonza eine Dividenden-Erhöhung um 23 Prozent, was goutiert wird.

Optimismus trotz Unsicherheitsfaktoren

Bei stabilen Wechselkursen erwartet Borgas ein ähnliches EBIT-Wachstum auch 2011. Kurse sind aber nur eine der heiklen Variablen: "Sorgen" machten auch unberechenbarer gewordene Medikamente-Zulassungen von Kunden, kurzfristigere Bestellungen, tiefere Forschungsbudgets von Staaten - auch Unis sind Kunden - sowie hohe Rohstoffpreise.

Fertig ist die Restrukturierung, die unter dem Strich 106 Stellen gekostet hat. Ende Jahr beschäftigte Lonza weltweit noch 8280 Mitarbeitende. Real wurden 470 alte Stellen abgebaut - je zur Hälfte mit Entlassungen und Fluktuation - aber auch 364 Stellen mit mehr Potenzial geschaffen. Der Umbau soll mehr Effizienz bringen, so auch am Standort Visp VS.

Nach der Restrukturierung sieht Borgas auch keine Fabrik mehr als Sorgenkind. Der Basler Konzern profitiert von vermehrten Auslagerungen von Produktion und Entwicklung durch pharmazeutische und Biotechnologie-Firmen. Lonza diversifiziert auch dadurch immer mehr, die Klumpenrisiken haben abgenommen.

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SDA-ATS