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Havariertes MS Diamant sollte Ende Mai wieder in See stechen

Die Reparaturarbeiten am havarierten MS Diamant sind in der Wert in Luzern im Gang, Ende Mai sollte das Schiff wieder fahrtüchtig sein.

KEYSTONE/URS FLUEELER

(sda-ats)

Laufen die Reparaturarbeiten nach Plan, kann das im Dezember 2017 auf dem Vierwaldstättersee bei Kehrsiten NW auf Grund gelaufene MS Diamant Ende Mai wieder in See stechen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf 2,5 Millionen Franken.

Die Kosten für die Reparatur würden grossmehrheitlich von der Versicherung übernommen, sagte Stefan Schulthess, Direktor der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees, am Donnerstag vor den Medien.

Die Arbeiten am beschädigten Schiff seien aufwendig, kompliziert, aber nicht unmöglich, ergänzte Rudolf Stadelmann, Geschäftsführer der Luzerner Shiptec AG, einer Tochterfirma der SGV, welche das Schiff baute und nun auch die Reparaturarbeiten durchführt.

Vorgesehen ist, dass das Motorschiff Diamant ab dem Sommerfahrplan am 26. Mai wieder den Betrieb aufnehmen kann - ein Jahr nach seiner Jungfernfahrt. Zurzeit wird es in der Werfthalle der SGV in Luzern repariert.

Nebst dem Sachschaden rechnen die SGV-Verantwortlichen auch mit einer Einnahmeeinbusse von rund 150'000 Franken, bis das Schiff wieder fahrtüchtig ist. Diese Kosten seien nicht versichert, sagte Schulthess.

Ursache wird untersucht

Noch immer nicht definitiv geklärt ist die genaue Unfallursache. Diese wird zurzeit von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) untersucht. Schulthess erwartet das Ergebnis der Untersuchung erst in rund einem Jahr.

Ausgeschlossen werden könne aber ein technischer Defekt sowie meteorologische oder medizinische Ursachen. "Auch Alkohol war nicht der Grund für den Unfall", sagte Schulthess. Und der Kapitän sei nicht von "Besuch" abgelenkt worden.

Die SGV-Verantwortlichen zeigten am Donnerstag die genaue Unfallstelle auf. Die befindet sich rund 10 Meter vom Ufer entfernt zirka 370 Meter östlich der Schiffstation Kehrsiten-Bürgenstock. "Dort hätte das Schiff nicht fahren dürfen", betonte Schulthess. Der Kapitän hätte laut dem SGV-Direktor an dieser Stelle einen Uferabstand von 120 Meter einhalten müssen.

Die zwei an diesem Abend verantwortlichen Schiffsführer arbeiten laut Schulthess vorläufig nicht im Fahrdienst, seien aber noch immer bei der SGV angestellt. Die Frage, ob sie je wieder ein SGV-Schiff steuern werden, wollte er am Donnerstag nicht beantworten.

Das Schiff war am 7. Dezember 2017 gegen 21.10 Uhr vor der Schiffstation Kehrsiten-Bürgenstock mit einem Felsen kollidiert. Es entstanden mehrere Lecks und Seewasser trat in den Schiffsrumpf ein. Keiner der rund 160 Passagiere und der Besatzungsmitglieder wurde verletzt. Der Unfall ereignete sich kurz vor Ende einer dreistündigen Extrafahrt mit Gästen des Bürgenstock-Resorts.

Das 15,5 Millionen Franken teure Motorschiff wurde in der Werft der SGV gebaut. Es ist rund 64 Meter lang und 14 Meter breit und bietet auf fünf Decks Platz für 1100 Fahrgäste. Das Motorschiff spart dank des leichten Gewichts, der Rumpfform und des Hybridantriebs rund 20 Prozent Energie ein gegenüber einem konventionellen Schiff.

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